Fußballer stirbt nach Prügelei mit eigenem Team

Uganda - Nur weil er schlecht verteidigt hat? Ein 22-jähriger Fußballer wurde von seinen eigenen Mitspielern nach einem Fehler auf dem Platz zu Tode geprügelt.

Ein Streit auf einem Fußballplatz in Uganda endete tragisch. (Symbolbild)
Ein Streit auf einem Fußballplatz in Uganda endete tragisch. (Symbolbild)  © Christian Charisius/dpa

Der Verteidiger Churchill Owaci spielte in einer kleinen Fußballliga im Lamwo Distrikt im Norden Ugandas. Wie die lokale Nachrichtenseite "The Independant" berichtet, verstarb er am vergangenen Samstag im Alter von 22 Jahren.

Die örtliche Polizei hat bereits zwei Brüder festgenommen, die für seinen Tod verantwortlich sein sollen: Joel Okello (19) und Francis Opio (23).

Die drei Teamkameraden sollen während eines Fußballspiels aneinander geraten sein, und zwar aus einem scheinbar recht nichtigen Grund: Owaci hatte schlecht verteidigt, deshalb hat ihre Mannschaft ein Tor kassiert - wohlgemerkt war es nur ein Freundschaftsspiel.

Einem Augenzeugen zufolge soll der Verstorbene bereits vor Anpfiff der Partie alkoholisiert gewesen sein. So kam es auf dem Platz unmittelbar nach dem Gegentor zu einer ersten Prügelei.

Nach Abpfiff soll der angeschlagene Owaci noch einmal die Konfrontation gesucht haben. Der 22-Jährige hätte dabei einen seiner Mitspieler vom Fahrrad geschubst, woraufhin erneut eine Schlägerei entbrannte.

Fußballspiel hätte wegen Corona überhaupt nicht stattfinden dürfen

Laut dem Augenzeugen brach Owaci kurz darauf wenige Meter vom Schauplatz des Kampfes entfernt zusammen. Anschließend wurde er von einem Krankenwagen abgeholt und ins Agoro Health Centre III gebracht. Er verstarb aber offenbar noch auf dem Weg ins Krankenhaus.

Die Polizei wolle außerdem noch gegen die anderen 20 Spieler vorgehen, denn es handelte sich offenbar um eine illegale Fußballpartie. Wegen der geltenden Corona-Regeln hätten alle Beteiligten vor dem Spiel eigentlich auf Covid-19 getestet werden müssen.

Gegen die beiden Brüder, die an dem tödlichen Handgemenge beteiligt waren, wurde nun eine Anklage wegen Mordes erhoben.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

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