Nach Eriksen-Zusammenbruch: Fälschliche Behauptungen über Zusammenhang mit Corona-Impfung

Kopenhagen - Bei einem Spiel der Europameisterschaft ist der dänische Fußballspieler Christian Eriksen (29) zusammengebrochen und musste reanimiert werden.

Christian Eriksen (29) befindet sich inzwischen auf dem Weg der Besserung. Aktuell wird er weiterhin in einem Krankenhaus in Kopenhagen untersucht.
Christian Eriksen (29) befindet sich inzwischen auf dem Weg der Besserung. Aktuell wird er weiterhin in einem Krankenhaus in Kopenhagen untersucht.  © Tim Goode/PA Wire/dpa

Mehrere Facebook-Posts stellen einen Zusammenhang zu einer vermeintlichen Corona-Impfung des Spielers her. Auch wird in einem Post behauptet, alle Spieler des Turniers seien geimpft.

Was ist dran an den Behauptungen?

Christian Eriksen ist bei dem Europameisterschaftsspiel der dänischen Mannschaft gegen Finnland am 12. Juni 2021 kollabiert und musste wiederbelebt werden. Der Fußballspieler befindet sich in Kopenhagen im Krankenhaus.

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Für die Behauptung, Eriksens Zusammenbruch stünde im Zusammenhang mit einer Covid-Schutzimpfung, gibt es keine verifizierbaren Belege.

Eriksen sei überhaupt noch nicht gegen das Corona-Virus geimpft, sagt Giuseppe Marotta (64), Manager des italienischen Fußballvereins Inter Mailand, dem italienischen TV-Sender "Sky Sport": "Er hatte weder Covid-19 noch wurde er geimpft".

Eriksen spielt seit 2020 für den Mailänder Club. Dessen Teamarzt Piero Volpi sagte in einem Interview mit The Associated Press ebenfalls, dass Eriksen keine Corona-Erkrankung durchstanden habe.

Auch Tim Meyer (53), Teamarzt der deutschen Nationalmannschaft und zugleich Vorsitzender der medizinischen Kommission der Uefa, sagte zu der Behauptung: Es sei nach den ihm vorliegenden Informationen kein Hinweis gegeben, dass eine Corona-Erkrankung oder -Schutzimpfung Einfluss auf den Gesundheitszustand Eriksens genommen habe.

Auch trifft es nicht zu, dass alle am Wettbewerb teilnehmenden Spieler gegen das Corona-Virus geimpft seien.

So hatte ausgerechnet der dänische Nationaltrainer Kasper Hjulmand (49) die für die Austragung des Turniers zuständige Uefa kritisiert, weil diese nicht für eine Impfung aller Mannschaften gesorgt habe.

Titelfoto: Tim Goode/PA Wire/dpa

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