Kracher in der Kreisklasse! Bender-Zwillinge kehren zu ihren Wurzeln zurück

Brannenburg (Bayern) - Da geht einem das Fußballer-Herz auf: Die Zwillinge Sven und Lars Bender (beide 32) laufen ab sofort wieder für ihren Heimatverein TSV Brannenburg in der Kreisklasse Inn/Salzach 1 auf.

Sven Bender (l.) und sein Bruder Lars (beide 32) spielten zuletzt bei Bayer Leverkusen.
Sven Bender (l.) und sein Bruder Lars (beide 32) spielten zuletzt bei Bayer Leverkusen.  © Uwe Anspach/dpa

Im Dezember vergangenen Jahres verkündeten die Brüder das Ende ihrer Profi-Karrieren. Diese Entscheidung fällten sie zugunsten der Gesundheit und der Familie. Es falle ihnen zunehmend schwerer unter "all den Schmerzen und körperlichen Problemen" zu trainieren und zu spielen, erklärten die beiden damals.

Nun sind die gebürtigen Rosenheimer zurück in ihrer bayerischen Heimat und absolvierten am Sonntag das erste Spiel im Sportpark Brannenburg. 450 Zuschauer kamen zum Kreisklassen-Derby gegen den ASV Flintsbach.

Der TSV gewann am Ende mit 5:2, Sven Bender wurde zum besten Spieler gewählt.

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Der Verein hatte den Doppel-Transferkracher bis dahin erfolgreich geheim gehalten. Und das obwohl der Wechsel wohl schon länger feststand: Anfang Juli stellte der Kreisklassen-Klub die Passanträge beim Bayerischen Fußball-Verband (BFV), wie der Kicker berichtet.

1993 - im Alter von vier Jahren - schnürten die Bender-Zwillinge erstmals die Fußballschuhe für Brannenburg, 1999 wechselten sie in den Nachwuchs der SpVgg Unterhaching. Über 200 Bundesliga-Spiele und einige Auftritt bei der deutschen Nationalmannschaft später sind die Profis nun zurück bei ihrem Heimatverein.

Lars und Sven Bender beim TSV Brannenburg: "Kasten Bier in die Kabine gestellt"

Dieser Transfer ist für die Kreisklasse natürlich spektakulär, beim TSV Brannenburg war es jedoch auch zu den Bundesliga-Zeiten der Brüder keine Seltenheit, dass man die Benders auf dem Vereinsgelände antraf. "Es war Normalität, dass die Beiden beim Verein präsent sind, auch schon zu Profizeiten", verriet TSV-Spielleiter Marc Wolf.

Die Bender-Brüder scheinen sich im Amateurfußball pudelwohl zu fühlen. "Sie haben schon einen Kasten Bier in die Kabine gestellt, tragen ganz selbstverständlich auch mal die Tore und setzen sich auch auf den Rasenmäher, wenn es sein muss", so Wolf.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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