Lief bei der Sachsenpokal-Auslosung alles glatt? Fans wittern einen Los-Skandal

Leipzig - Wurde da etwa geschummelt? Bei der Auslosung der Viertelfinal-Begegnungen im Sachsenpokal soll angeblich betrogen worden sein! Die Fans schimpfen: "Das stinkt doch zum Himmel!"

Haben sie wirklich alles richtig gemacht? Ulrich Günther (Staffelleiter Landespokal, v.l.n.r.), Markus Röder (Wernesgrüner) und Volkmar Beier (Vorsitzender Spielausschuss) bei der Sachsenpokal-Auslosung.
Haben sie wirklich alles richtig gemacht? Ulrich Günther (Staffelleiter Landespokal, v.l.n.r.), Markus Röder (Wernesgrüner) und Volkmar Beier (Vorsitzender Spielausschuss) bei der Sachsenpokal-Auslosung.  © Sächsischer Fußballverband

Da muss man nochmal ganz genau hinschauen: Am heutigen Montag loste der Sächsische Fußballverband die Partien für die nächste Sachsenpokal-Runde aus - und dabei unterlief der Losfee offenbar ein Fauxpas.

Markus Röder vom Sachsenpokal-Sponsor Wernesgrüner übernahm die wichtige Aufgabe, die Loskugeln mit den Mannschaften zu ziehen. Allerdings zog er dabei bei einer Gelegenheit erst eine Kugel aus der Lostrommel heraus, nur um sie dann im nächsten Moment wieder zurückzulegen!

Ganz konkret geht es um das zweite Los. Zunächst hatte Röder vollkommen korrekt die BSG Chemie Leipzig aus dem Lostopf gefischt. Doch als es dann um deren Gegner ging, mischte er zunächst die Kugeln, nahm (außerhalb des Kamerabilds) eine in die Hand, starrte kurz in die Kamera und ließ sie dann wieder fallen, um neu zu mischen.

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War das etwa nicht der "geplante" Gegner für die Chemie? Wurde die Wahl durch diese Handlung verfälscht? Was war da los? Unter dem Facebook-Video der Auslosung häufen sich auf jeden Fall Kommentare von wütenden Fans und Zuschauern, die an einen handfesten Skandal glauben.

Schaut Euch die Szene am besten einmal selbst im Video an, der entscheidende Moment beginnt bei Minute 3.20.

Fans entdecken Loskugel-Ungereimtheit: "Das sind ja FIFA-Verhältnisse"

"Das war doch Betrug. Beim Gegner von Chemie hat er schon eine andere Kugel in der Hand, legt sie wieder rein und zieht eine andere", beschwert sich ein Facebook-User. "Mal schnell ne neue Kugel nehmen. Mann, oh mann. Das sind ja FIFA-Verhältnisse", kommentiert ein anderer.

Es sind zwar nicht viele Fans, denen das Ganze aufgefallen ist, aber trotzdem zeigen sich die aufmerksamen Beobachter empört: "Er hat gemischt, das hört man, und legt die Kugel zurück. Ein no go!"

Es bleibt vorerst unklar, ob Markus Röder da tatsächlich absichtlich betrogen hat, oder ob es sich nur um ein unglückliches Missverständnis hält. Denkbar wäre zum Beispiel, dass er die Kugeln nur dann ziehen sollte, wenn er im Kamerabild zu sehen ist - eben aus Gründen der Fairness und der Transparenz. Das hätte dann allerdings nicht ganz so gut geklappt.

Bislang ist der Aufschrei nach dem potenziellen Auslosungs-Skandal noch relativ klein, deswegen hat sich der Sächsische Fußball-Verband auch noch nicht dazu geäußert. Bleibt abzuwarten, ob das Ganze ein Nachspiel haben wird.

Titelfoto: Sächsischer Fußballverband

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