Nach Arbeitssieg hat der SV Darmstadt 98 "richtig Bock" auf Dynamo im Pokal

Darmstadt – Auf den Pflichtsieg gegen Würzburgs Rumpfteam soll für Zweitligist SV Darmstadt 98 ein optimaler Jahresabschluss im DFB-Pokal folgen.

Darmstadts Immanuel Höhn (r-l), Fabian Holland und Tim Skarke jubeln nach dem 2:0, Würzburgs Vladimir Nikolov ist enttäuscht.
Darmstadts Immanuel Höhn (r-l), Fabian Holland und Tim Skarke jubeln nach dem 2:0, Würzburgs Vladimir Nikolov ist enttäuscht.  © dpa/Thomas Frey

Nur drei Tage nach dem 2:0-Heimsieg gegen den Tabellenletzten steht an diesem Dienstag (20.45 Uhr) schon das Duell mit Drittligist Dynamo Dresden auf dem Programm.

Mit einem Sieg und dem damit verbundenen Achtelfinaleinzug gäbe es ein paar vergnügliche Feiertage, zudem wären weitere Einnahmen in Corona-Zeiten sehr willkommen.

"Dresden ist in einer guten Verfassung", warnte aber Mittelfeldmann Tobias Kempe, der gegen Würzburg nach 55 Minuten den Führungstreffer erzielte.

"Leider findet das Spiel vor leeren Rängen statt. Da weint mein Auge ein bisschen, weil die Stimmung dort immer überragend ist." Trotzdem ist das Ziel klar: "Wir haben richtig Bock auf das Spiel und wollen eine Runde weiterkommen."

Auch Torwart Marcel Schuhen schaute am Wochenende schon mit Vorfreude Richtung Pokalfight in Sachsen: "Jetzt ist der volle Fokus auf Dresden. Wir regenerieren jetzt und probieren da, auch noch mal zu gewinnen."

Markus Anfang sah gegen Würzburger Kickers "konzentrierte" Lilien

Markus Anfang an der Seitenlinie im Spiel der Lilien gegen die Würzburger Kickers. "Ein sehr schweres Spiel", befand der Trainer des SVD.
Markus Anfang an der Seitenlinie im Spiel der Lilien gegen die Würzburger Kickers. "Ein sehr schweres Spiel", befand der Trainer des SVD.  © dpa/Thomas Frey

Ein Erfolg bei Dynamo wäre der dritte Pflichtspiel-Sieg in Serie. Nach dem überzeugenden 4:0-Erfolg in Fürth war der Sieg gegen die dezimierten Unterfranken – alleine zehn Spieler befanden sich wegen Corona in Quarantäne – allerdings weit weniger souverän.

Erst in der Nachspielzeit sorgte der eingewechselte Felix Platte bei einem Konter für die endgültige Entscheidung. "Wenn wir das Spiel nicht gewonnen hätten, wären wir wahrscheinlich die Deppen gewesen", sagte der erleichterte Schuhen nach der Partie.

"Für uns war es auch ein sehr schweres Spiel", betonte Lilien-Trainer Markus Anfang, dem die Personalsituation der Kickers vor dem Spiel offensichtlich zu stark thematisiert worden war: "Auch auf der anderen Seite waren Zweitligaspieler."

Diese Aussage auf der Pressekonferenz missfiel dem Würzburger Trainer Bernhard Trares, der ihm prompt ins Wort fiel: "Uns haben neun Stammspieler gefehlt."

Dass es nicht immer schön anzusehen war, wusste wohl auch Anfang. Aber: "Wir hatten in dieser Saison schon viele Spiele, wo wir klar besser waren und mit null Punkten rausgegangen sind." Diesmal sei die Mannschaft konzentriert geblieben und "dafür belohnt worden".

Titelfoto: dpa/Thomas Frey

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