Notwendige Zahlungen: Rettet Sky 13 Clubs vor der Insolvenz?

Berlin - Die Deutsche Fußball Liga und der Pay-TV-Sender Sky haben sich nach Informationen der "Bild" auf die Zahlung der vierten und letzten Rate der TV-Gelder an die Clubs geeinigt. 

Sky zahlt offenbar die letzte Rate der TV-Gelder.
Sky zahlt offenbar die letzte Rate der TV-Gelder.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Demnach solle etwas weniger Geld fließen, dafür aber früher als vereinbart. Weder Sky noch die DFL wollten sich nach Angaben des Blattes zu dem Bericht äußern. 

Auch ARD und ZDF seien bereit, ihre nächste Rate zu überweisen, obwohl der Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga bis mindestens 30. April ruht und unklar ist, ob und wann die Saison wegen der Coronavirus-Pandemie zu Ende gespielt werden kann.

Nach "Bild"-Informationen zahlt Sky etwas weniger als ursprünglich vereinbart, aber dafür kommt das Geld schnell. Die letzte Sky-Rate hätte eigentlich schon am 10. April bei der DFL eingehen sollen. 

Nach einem Bericht des "Kicker" (Donnerstag-Ausgabe) hätten die Rechteinhaber die insgesamt 304 Millionen Euro bisher noch nicht überwiesen. Als neuer Zahltag für die 36 Vereine sei nun der 2. Mai vereinbart worden.

Vielen Vereinen droht sonst Insolvenz

Ohne die Zahlung an die DFL drohe nach "Kicker"-Informationen innerhalb der nächsten zwei Wochen 13 Vereinen, darunter vier Bundesligisten, im Mai und Juni die Insolvenz. Aber die Chancen auf eine zeitnahe Regelung mit den Medienpartnern und eine Zahlung in den kommenden Tagen seien gut.

In der kommenden Woche, am 23. April, wollen die Fußball-Clubs das weitere Vorgehen festlegen. Nach wie vor hofft der Profi-Fußball darauf, die Spielzeit mit Hilfe von Geisterspielen bis zum 30. Juni beenden zu können. Auf dem Spiel stehen rund 750 Millionen Euro, die bei einem Abbruch der Spielzeit fehlen würden.

Bisher sind aber Geisterspiele nicht sicher, da Bund und Länder sich am Mittwoch auf die Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August einigten. 

Konkrete Regelungen, etwa zur Größe der Großveranstaltungen, sollen von den Länder getroffen werden. Möglicherweise drohen der DFL in den verschiedenen Bundesländern verschiedene Vorgaben, so dass gar nicht an allen Standorten gespielt werden kann. Zuletzt war von rund 240 Personen die Rede, die bei Bundesliga-Geisterspielen im Stadion sein müssten.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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