Ex-Cottbus-Star Emil Jula ist tot

Cottbus - Traurige Nachricht, die der FC Energie Cottbus am Samstagnachmittag verkündet hat: Emil Jula ist im Alter von nur 40 Jahren gestorben.

Emil Jula starb im Alter von nur 40 Jahren.
Emil Jula starb im Alter von nur 40 Jahren.  © imago images / Camera 4

Laut rumänischen Berichten soll der frühere Bundesliga-Stürmer der Lausitzer im Schlaf einen Herzinfarkt erlitten haben. Das meldet unter anderem  digisport.ro. Deshalb sei sein Tod für alle überraschend gekommen. 

Auch die Cottbuser schrieben einen bewegenden Abschiedspost. Auf  Facebook hieß es: "'Hau drauf, Emil Jula, hau drauf... hau drauf, hau drauf... '👉🏻 So werden #WIR ihn immer in Erinnerung behalten! Der #FCEnergie nimmt Abschied von Emil Jula und wünscht den Hinterbliebenen der Familie sowie allen Freunden viel Kraft in dieser schweren Zeit."

In Cottbus hatte Jula die besten Jahre seiner Karriere. Nachdem er von 1998 bis 2006 bei seinem Jugendverein FC Universitatea Cluj gespielt hatte, wechselte er im Sommer 2006 zum SC Otelul Galati. Dort überzeugte der 1,92 Meter große Sturmtank mit 34 Treffern in 72 Einsätzen so sehr, dass die Energie-Verantwortlichen bereit waren, 700.000 Euro Ablöse für Jula zu zahlen. Eine kluge Entscheidung, wie sich im Nachhinein herausstellen sollte. Denn der bullige Angreifer passte nicht nur wegen seiner körperlichen Wucht und Zweikampfhärte bestens in die Lausitz. 

Er kam von 2008 bis 2011 auch auf satte 100 Einsätze, in denen er nicht nur 29 Mal selbst traf, sondern auch noch 24 Tore direkt vorbereitete - eine starke Quote! Allerdings konnte er in seiner ersten Saison (2008/09) den Cotbuser Abstieg aus der 1. Bundesliga nicht verhindern. Dabei hatte er einiges dafür getan. Zwar kam er nach Anpassungsproblemen an das deutlich höhere Niveau in Deutschlands Fußball-Eliteklasse nur auf zwei Tore und zwei Vorlagen in 26 Einsätzen. 

FC Energie Cottbus nimmt Abschied von Emil Jula

Emil Jula war in der 2. Bundesliga zwei Jahre die Lebensversicherung vom FC Energie Cottbus

Doch am 34. und damit letzten Spieltag sorgte er mit seinem Doppelpack gegen Bayer 04 Leverkusen dafür, dass Energie vom direkten Abstiegsplatz 17 noch an Arminia Bielefeld vorbei auf Rang 16 sprang und über die Relegation versuchen durfte, die Klasse doch noch zu halten. Dort hatte man gegen den 1. FC Nürnberg (0:2 und 0:3) jedoch nicht den Hauch einer Chance.

Jula ließ seinen ersten Verein im Ausland jedoch nicht im Stich und ging den Weg in die 2. Bundesliga mit. Dort war er der entscheidende Mann im Sturm. 

Mit jeweils zwölf Toren und Vorlagen in 33 Partien, dazu zwei Treffern in zwei Begegnungen im DFB-Pokal, hatte er großen Anteil daran, dass die Lausitzer eine ruhige Saison im Tabellenmittelfeld spielten und sich nach dem Abstieg stabilisieren konnten. 

2010/11 kam er auf elf Tore und zehn Vorlagen in 35 Einsätzen. Das 3:1 gegen Rot-Weiß Oberhausen am 15. Mai 2011, wo er einen Treffer beisteuerte und einen Assist gab, sollte das sein letzter Einssatz für Cottbus sein. 

Anschließend wechselte er zum MSV Duisburg, wo er aber nicht mehr ganz an seine Glanzzeit in der Lausitz herankam (24 Spiele, vier Tore, fünf Vorlagen). So schloss er sich im Sommer 2012 per Leihe dem zypriotischen Erstligisten Anorthosis Famagusta (sieben Einsätze, kein Tor, eine Vorlage) an. 

Nur ein halbes Jahr später wurde er an den VfL Osnabrück in die 3. Liga verliehen, wo er seine Qualitäten andeutete (acht Partien, zwei Treffer, drei Assists).

Emil Jula lässt seine Karriere drei Jahre im deutschen Amateurfußball ausklingen

Dennoch kehrte Jula nun, im Sommer 2013, in seine rumänische Heimat zurück. Hier spielte er noch für CSM Ceahlaul Piatra Neamt (23 Spiele, drei Tore, zwei Vorlagen), erneut Universitatea Cluj (fünf Einsätze, kein Treffer) und für Galati (elf Begegnungen, ein Tor). 

Da es für den Profifußball offenbar nicht mehr ganz reichte, wechselte er noch einmal nach Deutschland zurück - in den Amateurfußball. Hier spielte er noch drei Jahre für den TuS Bersenbrück, mit dem er direkt in seiner ersten Saison aus der Landesliga Weser-Ems in die Oberliga Niedersachsen aufstieg.

Sein letztes Fußballspiel bestritt Jula am 6. Mai 2018 bei der 1:3-Heimniederlage von Bersenbrück gegen den VfL Oldenburg. Er wurde in der 64. Minute eingewechselt. Zum 1. Juli 2018 hin beendete er seine Karriere, die gerade in der Lausitz noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Titelfoto: imago images / Camera 4

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