Paukenschlag in Essen: Ex-HSV-Coach Titz und Rot-Weiss gehen getrennte Wege!

Essen - Die Wege trennen sich! Rot-Weiss Essen wird in der kommenden Saison nicht mehr auf den bisherigen Cheftrainer Christian Titz (49) setzen.

Christian Titz und Rot-Weiss Essen gehen getrennte Wege. (Archvibild)
Christian Titz und Rot-Weiss Essen gehen getrennte Wege. (Archvibild)  © Lutz Hentschel

Das gab der Viertliga-Spitzenklub am Mittwoch unter anderem auf seiner Website bekannt.

Marcus Uhlig lobte den Coach dort erst einmal: "Christian hat die Mannschaft nach dem Umbruch im vergangenen Sommer stabilisiert und in die Spitzengruppe der Regionalliga West geführt. Gleichzeitig hat er die Professionalisierung rund um die Mannschaft mit vielen innovativen Maßnahmen entscheidend mit eingeleitet und vorangetrieben."

Doch der Vorstandsvorsitzende erklärte aber auch: "Im Zuge einer ausführlichen Analyse der vergangenen Saison müssen wir allerdings zu große Unterschiede in der Bewertung der Spielzeit sowie in den gegenseitigen Auffassungen über die zukünftige strategische Ausrichtung feststellen. Wir sind daher zu dem Entschluss gelangt, die Zusammenarbeit zu beenden."

Der frühere HSV-Coach selbst sagte: "Dass man unterschiedliche Ansichten hat, ist im Fußball nicht ungewöhnlich. Um die sportlichen Ziele zu erreichen, braucht es eine gemeinsame Basis. Ich wünsche dem Verein und seinen fantastischen Fans für die Zukunft alles erdenklich Gute."

Lange Zeit befand sich der Traditionsverein in seiner Viertliga-Staffel auf Aufstiegskurs und war ungeschlagen. Erst im elften Saisonspiel gab es die erste Niederlage - doch die hatte es in sich: Gegen den SC Verl, der nun die Aufstiegsrelegationsspiele gegen Nordost-Meister Lok Leipzig bestreitet, setzte es vor heimischer Kulisse eine 1:4-Packung. 

Rot-Weiss Essen verfügte über einen Regionalliga-Luxuskader

Christian Titz und Rot-Weiss Essen spielten trotz einiger Probleme eine insgesamt solide Saison. Der Kader hätte allerdings mehr hergegeben. (Archivbild)
Christian Titz und Rot-Weiss Essen spielten trotz einiger Probleme eine insgesamt solide Saison. Der Kader hätte allerdings mehr hergegeben. (Archivbild)  © Daniel Reinhardt/dpa

Das hatte nachhaltige Folgen. Denn auch in den anschließenden beiden Partien setzte es Pleiten, sodass man die Konkurrenz aus Verl und vom SV Rödinghausen ein wenig aus den Augen verlor.

Seitdem setzte es zwar nur noch zwei weitere Pleiten, doch der Rückstand auf Verl betrug vor dem Saisonabbruch trotz zwei mehr absolvierten Spielen zwei Punkte. Auf Rödinghausen waren es bei zwei Spielen weniger satte zwölf Zähler.

Dazu überzeugte Essen spielerisch nicht immer und gewann mehrere enge Duelle vor allem dank der hohen individuellen Klasse des Kaders.

Aus dem wurde nicht das Maximum herausgeholt. Denn RWE verfügt über viele höherklassig erprobte Spieler wie Amara Conde, der von einigen Zweitligisten umworben sein soll, Dennis Grote, Hamdi Dahmani und Top-Scorer Oguzhan Kefkir. 

Und das sind nur einige. Der Kader ist auch in der Breite für Regionalliga-Verhältnisse namhaft zusammengestellt, was aber auf dem Platz zu selten zu sehen war.

So wird es im Sommer einen größeren Umbruch geben. Sieben Spieler (Philipp Zeiger, Marcel Lenz, Jose-Junior Matuwila, Enzo Wirtz, Jonas Erwig-Drüppel, Hedon Selishta und Riobin Heller) wurden bereits verabschiedet, dafür kommt von Rödinghausen mit Simon Engelmann der Torschützenkönig der abgebrochenen Saison (wettbewerbsübergreifend 32 Tore und acht Vorlagen in 31 Einsätzen). 

Man darf gespannt sein, mit welchem Trainer und Kader RWE in die kommende Spielzeit geht. Die Verpflichtung Engelmanns spricht dafür, dass man zumindest wieder oben mitspielen will ...

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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