Energie Cottbus rückt DDR-Rekordmeister BFC Dynamo auf die Pelle!

Cottbus - Das Feld in der Regionalliga Nordost rückt näher zusammen! Nach der 1:2-Heimniederlage vom BFC Dynamo gegen einen stark ersatzgeschwächten 1. FC Lokomotive Leipzig hat der personell ebenfalls ausgedünnte FC Energie Cottbus am Sonntag die Gunst der Stunde genutzt.

Maximilian Pronichev (r.) ist in dieser Saison der beste Torjäger vom FC Energie Cottbus und traf auch in Luckenwalde zur Führung. (Archivfoto)
Maximilian Pronichev (r.) ist in dieser Saison der beste Torjäger vom FC Energie Cottbus und traf auch in Luckenwalde zur Führung. (Archivfoto)  © Picture Point/Gabor Krieg

Die Lausitzer gewannen das Brandenburgduell beim zuletzt schwächelnden FSV 63 Luckenwalde mit 3:2 (2:0) und verkürzten dadurch den Rückstand auf den DDR-Rekordmeister auf vier Zähler.

Dank des besseren Torverhältnisses (+32) zog die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter "Pele" Wollitz am punktgleichen Berliner Athletik Klub 07 vorbei, überholte zudem den FC Carl Zeiss Jena (40 Zähler), der den BAK am Freitagabend mit 2:0 besiegte und Lok (39). Kurz dahinter folgt die VSG Altglienicke (38).

Allerdings hätten sich die Cottbuser beinahe selbst ein Bein gestellt. Denn Energie führte in Luckenwalde dank der Tore von Maximilian Pronichev (19. Minute) sowie Jonas Hildebrandt (25./Elfmeter) früh mit 2:0 und verwaltete den Vorsprung.

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Ein Doppelschlag brachte den FSV jedoch zurück ins Spiel. Erst traf Tim Göth zum 1:2 (56.), dann glich Dennis Rothenstein zum 2:2 aus (59.).

Nun sah es wiederum lange nach einem Unentschieden aus, ehe Cottbus kurz vor dem Abpfiff der Lucky Punch gelang, was für die Moral der Mannschaft spricht Erik Engelhardt erzielte das entscheidende 3:2. Deshalb mischen die Lausitzer wieder voll im Aufstiegsrennen mit.

Der FC Energie Cottbus hat momentan einen Lauf, ist seit acht Pflichtspielen ungeschlagen, gewann sieben von acht Partien und arbeitet sich so in der Tabelle stetig weiter nach oben vor. (Archivfoto)
Der FC Energie Cottbus hat momentan einen Lauf, ist seit acht Pflichtspielen ungeschlagen, gewann sieben von acht Partien und arbeitet sich so in der Tabelle stetig weiter nach oben vor. (Archivfoto)  © Picture Point/Roger Petzsche

FC Energie Cottbus muss den Ausfall von sieben Leistungsträgern kompensieren

FCE-Coach Claus-Dieter "Pele" Wollitz kompensiert mit seinem Team auch mehrere schwerwiegende Ausfälle. Das spricht ebenfalls für die Mentalität der Cottbuser. (Archivfoto)
FCE-Coach Claus-Dieter "Pele" Wollitz kompensiert mit seinem Team auch mehrere schwerwiegende Ausfälle. Das spricht ebenfalls für die Mentalität der Cottbuser. (Archivfoto)  © Picture Point/Gabor Krieg

Nach einem holprigen Saisonstart hat Wollitz seine Mannschaft gut in die Spur bekommen, die seit mittlerweile acht Partien ungeschlagen ist und sieben Duelle in diesem Zeitraum (inklusive eines Pokalspiels) gewann.

Daran hatte auch eine überraschende, fast schon sensationelle Niederlage ihren Anteil. Cottbus verlor am 24. Oktober trotz drückender Überlegenheit im Stadion Lichterfelde mit 1:2 bei Kellerkind SV Tasmania Berlin, weil Zielstrebigkeit und Effektivität fehlten.

Seitdem zeigt das Team Woche für Woche eine Reaktion, ist in der Offensive griffiger und entschied auch enge Partien in Jena (1:0), gegen den SV Babelsberg 03 (2:0) und bei Lok (3:1) für sich. Das liegt natürlich auch an der hohen individuellen Klasse, die im Kader steckt.

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Mit Toni Stahl hütet ein ehemaliger deutscher U18-Nationalkeeper das Gehäuse. Offensiv überragen die bei Hertha BSC ausgebildeten Nikos Zografakis (19 Einsätze, 8 Tore, 2 Vorlagen) und speziell Pronichev (22/14/7). Auch Engelhardt (23/7/13) sticht hier hervor. Was besonders für Energie spricht: Momentan fallen sieben (!) Leistungsträger aus, die allesamt in der Startelf stehen könnten.

FC Energie Cottbus feiert den Auswärtssieg in Luckenwalde mit den Fans

Davon mit Shawn Kauter, Jan Koch und Matthias Rahn gleich drei stabile Innenverteidiger, mit Joshua Putze der Mittelfeldmotor und mit Max Kremer, Malcolm Badu und Janik Mäder drei Angreifer. Dennoch agiert man als kompakte Einheit, die in der Abwehr sicher steht und vorn regelmäßig zusticht. Deshalb sollte man Cottbus im Meisterschaftsrennen auf dem Schirm haben.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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