FC Viktoria 1889: Das beste Team aller Regionalligen eilt weiter von Sieg zu Sieg!

Berlin/Halberstadt - Auch diese Marke hat die beste Viertliga-Mannschaft Deutschlands geknackt! Der FC Viktoria 1889 Berlin thront weiter ohne Punktverlust an der Spitze der Regionalliga Nordost.

Der ehrgeizige Viki-Coach Benedetto Muzzicato (42) hat die Himmelblauen in den vergangenen Monaten entscheidend weiterentwickelt.
Der ehrgeizige Viki-Coach Benedetto Muzzicato (42) hat die Himmelblauen in den vergangenen Monaten entscheidend weiterentwickelt.  © Picture Point / Roger Petzsche

Am Sonntag gewann das Team von Trainer Benedetto Muzzicato (42) auch bei Kellerkind VfB Germania Halberstadt (2:1) und feierte den zehnten Sieg im zehnten Liga-Spiel.

Mit nunmehr 30 Punkten aus zehn Begegnungen und einem beeindruckenden Torverhältnis von 23:9 sind die Himmelblauen das Maß aller Dinge. Selbst "Verfolger" VSG Altglienicke kann da nicht mithalten und hat acht Zähler Rückstand (aber eine Partie weniger absolviert).

Auch in den anderen Regionalliga-Staffeln kann man über so eine überragende Startbilanz nur staunen. 

Im Westen steht Borussia Dortmund II mit 20 Punkten aus acht Partien ganz oben, im Südwesten der TSV Steinbach mit 22 Zählern aus neun Spielen und in der zweigeteilten Nordstaffel der SC Weiche Flensburg mit 21 Punkten aus acht Partien in der Gruppe Nord bzw. der TSV Havelse in der Gruppe Süd mit 17 Zählern aus acht Begegnungen. 

In Bayern hatte der 1. FC Schweinfurt 05 25 Punkte nach zehn Spielen gesammelt und kam Viki damit noch am nächsten. 

FC Viktoria 1889 Berlin hat seinen Kader frühzeitig zusammengestellt

Geht als Zweikämpfer und umsichtiger Aufbauspieler auf der Doppelsechs voran: Viki-Kapitän Christoph Menz (31, r.).
Geht als Zweikämpfer und umsichtiger Aufbauspieler auf der Doppelsechs voran: Viki-Kapitän Christoph Menz (31, r.).  © Picture Point / Roger Petzsche

Mittlerweile hat jedoch keine einzige andere Regionalliga-Mannschaft all ihre Duelle gewonnen - mit Ausnahme des FCV! 

Doch was sind die Geheimnisse des Klubs aus Südberlin? Wie Sportdirektor Rocco "The Rock" Teichmann (34) TAG24 bereits vor einigen Wochen im Exklusivinterview erklärte, wollte man sich in der Offensive "breiter aufstellen." 

Denn die Chancenverwertung war in der vergangenen Saison die größte Schwäche der spielstarken Truppe. 

Diese haben Trainerteam, Verantwortliche und Spieler auf beeindruckende Art und Weise ausgemerzt. Neun Akteure trugen sich bereits in die Torschützenliste ein, sechs von ihnen trafen mindestens zweimal.

Dazu hat Viktoria den Kern seiner Mannschaft schon seit Monaten zusammen, ergänzte den Kader zuletzt aber noch mit Krachern wie Bernd Nehrig (34), der erst gegen Halberstadt sein Liga-Debüt für seinen neuen Verein gab, und Enes Küc (23), der überhaupt keine Anpassungsprobleme hatte und gleich voll einschlug.

Außerdem stimmt die Mischung. Mit Philip Sprint (27) steht ein ehemaliger Zweitliga-Profi von Hertha BSC als zuverlässiger Rückhalt im Kasten. Dazu geben Säulen wie Kapitän Christoph Menz (31), Yannis Becker (29) und Pardis Fardjad-Azad (32), der unter Berti Vogts sechs Länderspiele für Aserbaidschan bestritt, ihre Erfahrung weiter.

FC Viktoria 1889 Berlin jagt den Startrekord des Chemnitzer FC

Großer Jubel: Der FC Viktoria 1889 feierte beim VfB Germania Halberstadt seinen zehnten Sieg im zehnten Liga-Spiel.
Großer Jubel: Der FC Viktoria 1889 feierte beim VfB Germania Halberstadt seinen zehnten Sieg im zehnten Liga-Spiel.  © Imago Images / Jan Huebner

Davon profitieren die jungen Wilden um Falcao (20), Jakob Lewald (21) und Mattis Daube (22). Außerdem steht die Defensive um Patrick Wolfgang Kapp (23) und Cimo Röcker (26) felsenfest.

Perfekt läuft es dennoch nicht. Obwohl Viki gegen die BSG Chemie Leipzig und den VfB Auerbach mit 3:0 führte, wurde es jeweils nochmal richtig eng. Beide Begegnungen endeten mit einem 3:2, auch gegen Halberstadt wurde es nach einem 2:0-Vorsprung in der Schlussphase nochmal unnötig knapp. 

Das ist aber Meckern auf hohem Niveau. Denn wird die Konzentration hier zukünftig wieder höher gehalten, kann man noch viel von der klug zusammengestellten Truppe erwarten.

Ob man den Rekord des Chemnitzer FC einstellen kann, der in der Saison 2018/19 sogar seine ersten 15 Partien allesamt gewann, ehe es - natürlich - gegen Viki die erste Niederlage (0:1) am 10. November 2018 gab, bleibt allerdings abzuwarten.

Bereits am Freitag (19 Uhr) könnte ein Ex-CFCer dem Berliner Traditionsverein gefährlich werden: denn dann empfängt man im schönen Stadion Lichterfelde den SV Babelsberg 03 um Torjäger Daniel Frahn (33).

Titelfoto: Imago Images / Jan Huebner

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