Karsten Heine: Berliner Trainer-Legende wird 65!

Berlin - Die denkwürdigste Partie in der Laufbahn von Karsten Heine, der am heutigen Montag seinen 65. Geburtstag feiert, war ein Freundschafts-Kick.

Karsten Heine im September 2014 als Trainer des Chemnitzer FC.
Karsten Heine im September 2014 als Trainer des Chemnitzer FC.  © Peter Zschage

Noch immer wird der Trainer auf das sogenannte "Wiedervereinigungsspiel" zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Union Berlin angesprochen. 

Mehr als 50.000 Menschen kamen im Januar 1990 ins Olympiastadion - es herrschten "pure Freude und großes gegenseitiges Interesse füreinander", erinnerte sich Heine vor dem ersten Bundesliga-Derby beider Klubs im November.

Dieses Derby hatte Heine fast 30 Jahre lang herbeigesehnt. Immer wieder wurde der gebürtige Köpenicker in seiner Zeit als Union- oder Hertha-Coach auf mögliche Bundesliga-Duelle angesprochen. 

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"Wir haben alle gemeinsam gehofft, dass beide Vereine mal in der 1. Liga aufeinander treffen", sagte er, nachdem Union der Bundesliga-Aufstieg gelungen war. 

Auch wenn die Beziehung beider Klubs längst "sicher etwas abgekühlt" ist, wie es Heine - typisch zurückhaltend - formuliert.

Zu DDR-Zeiten hatte er mehr als 100 Oberliga-Spiele für Union und Stahl Brandenburg bestritten. 

Karsten Heine wurde schon mit 32 Jahren Trainer

Dreimal in seiner Trainer-Karriere war Karsten Heine kurzzeitig Chefcoach von Bundesligist Hertha BSC.
Dreimal in seiner Trainer-Karriere war Karsten Heine kurzzeitig Chefcoach von Bundesligist Hertha BSC.  © DPA/Peer Grimm

Bereits kurz nach seinem Karriereende wurde der Diplomsportlehrer mit 32 Jahren Trainer in der Oberliga und hielt mit Union 1988 durch einen von Mario Maek in der Nachspielzeit perfekt gemachtes 3:2 beim FC Karl-Marx-Stadt am letzten Spieltag sensationell die Klasse.

Ein Jahr später aber folgte der Abstieg - und ausgerechnet in der für die Eingliederung in den gesamtdeutschen Fußball entscheidenden Saison spielte Union nicht in der Oberliga.

Heine ging in den Westen, kam bei Hertha unter. Zunächst als Co- und Amateur-, später als Cheftrainer in der 2. Bundesliga

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Nach einer zwischenzeitlichen Rückkehr zu den Eisernen (1996/97), die von finanziellen Problemen und einer Beinahe-Insolvenz gebeutelt waren, hatte Heine danach auch beim SV Babelsberg 03 kein Glück und verabschiedete sich um die Jahrtausendwende vorübergehend aus dem Geschäft.

2004 kehrte er zu Hertha als U23-Trainer zurück und führte deren goldene Generation rund um die Boateng-Brüder Jerome und Kevin-Prince in den Profi-Fußball. Von 2013 bis 2016 betreute Heine den Drittligisten Chemnitzer FC.

Derzeit ist der Jubilar Coach bei der VSG Altglienicke, die er im vorigen Sommer nach einer Saison im Abstiegskampf übernommen hatte "und ein wenig nach oben" bringen wollte. Stolzes Resultat: aktuell Platz 1 in der Regionalliga Nordost.

Titelfoto: DPA/Peer Grimm

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