Rot-Weiss Essen verwandelt den Matchball! Ex-Dynamo Luca Dürholtz steigt in die 3. Liga auf

Essen/Münster - Die Entscheidung ist gefallen! Rot-Weiss Essen steht nach einem 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen Rot-Weiss Ahlen als Meister der Regionalliga West fest. Darüber hinaus ist die Truppe um Stammspieler Luca Dürholtz (28) auch in die 3. Liga aufgestiegen.

Grenzenloser Jubel im Stadion an der Hafenstraße: Rot-Weiss Essen hat den Aufstieg in die 3. Liga geschafft!
Grenzenloser Jubel im Stadion an der Hafenstraße: Rot-Weiss Essen hat den Aufstieg in die 3. Liga geschafft!  © imago/eibner

Konkurrent SC Preußen Münster reichte ein 2:1 (0:1)-Erfolg gegen den 1. FC Köln II hingegen nicht, RWE durfte dank des besseren Torverhältnisses nach 15 Jahren Profi-Abstinenz die Rückkehr bejubeln.

Denn letztmals spielte der Traditionsverein in der Saison 2006/07 weiter oben - damals noch in der 2. Bundesliga. Nun darf sich der Klub, der seit Jahren (verzweifelt) darum gekämpft hatte, im Fußball wieder eine wichtigere Rolle zu spielen, erneut zu den deutschen Profivereinen zählen.

Das hätte man vor wenigen Wochen nicht gedacht, denn da war das RWE-Chaos gerade auf dem Höhepunkt angelangt. Erst wurde Ex-Kapitän Dennis Grote (35) suspendiert, dann auch noch sein Nachfolger Daniel Davari (34).

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Zudem verlor Essen das an sich vorentscheidende Duell gegen Münster am Grünen Tisch mit 0:2, weil einige eigene Fans Böller auf das Feld in Richtung der Preußen-Ersatzspieler geworfen hatten. Obendrein wurde zwei Spieltage vor Schluss auch noch Coach Christian Neidhart (53) nach dem Aus im Niederrheinpokal-Halbfinale beim Rivalen Wuppertaler SV (1:3) entlassen, was sich im Nachhinein als gute Entscheidung herausstellte.

Denn unter Sportchef Jörn Nowak (36), der interimsweise mit U19-Trainer Vincent Wagner (36) übernahm, gewann die Mannschaft beide Spiele. Erst feierte man ein 3:0 beim SV Rödinghausen, nun den Erfolg gegen Ahlen.

Jubel bei Rot-Weiss Essen, Trauer, aber auch Stolz beim SC Preußen Münster

Rot-Weiss Essen hat sich in einem ganz engen Rennen gegen den SC Preußen Münster durchgesetzt

Rot-Weiss Essen ist nach 15 Jahren Abstinenz die Rückkehr in den Profifußball gelungen.
Rot-Weiss Essen ist nach 15 Jahren Abstinenz die Rückkehr in den Profifußball gelungen.  © imago/eibner

Münster patzte hingegen beim SC Wiedenbrück und kam dort nicht über ein 0:0 hinaus, weshalb Essen vor dem letzten Spieltag wieder auf Rang eins stand und sich diesen auch nicht mehr aus der Hand nehmen ließ. Der SCP hätte nämlich drei Tore auf RWE aufholen müssen, verlor stattdessen aber noch einen Treffer.

Für Münster ist es natürlich extrem bitter, mit 87 Punkten aus 38 Partien nicht aufgestiegen zu sein, weil man vier Treffer zu wenig erzielt hat, doch so sind in dieser Spielklasse nun mal die sportlichen Regeln.

Deshalb muss Preußen in der kommenden Saison einen neuen Anlauf nehmen, während Essen nun für die 3. Liga planen und den Kader entsprechend zusammenstellen kann.

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Hier gilt es erst mal, sich zu akklimatisieren und den Klassenerhalt schnellstmöglich unter Dach und Fach zu bringen. Das geht nur über Ruhe im Verein und dem Umfeld.

Schließlich haben der FC Viktoria 1889 Berlin und der TSV Havelse in der aktuellen Saison gezeigt, wie schwer es ist, sich in dieser engen Klasse über die Dauer von 38 Spieltagen zu behaupten. Doch nun dürfen Dürholtz, einst bei Dynamo Dresden aktiv, und seine Kollegen erst mal ausgelassen feiern!

Titelfoto: imago/eibner

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