Oberligist schießt Regionalligist im Pokal ab! Auch Ex-Bundesliga-Profi Dimitar Rangelov trifft

Krieschow - Was für ein Auftritt vom VfB 1921 Krieschow! Auch dank Ex-Bundesliga-Stürmer Dimitar Rangelov gewann der Oberligist deutlich mit 4:0 (2:0) im Viertelfinale vom AOK-Landespokal Brandenburg gegen Regionalligist FSV 63 Luckenwalde.

Der Ex-Cottbuser Dimitar Rangelov, hier noch im Trikot des FC Erzgebirge Aue, durfte ein eigenes Tor und den Einzug seines VfB 1921 Krieschow ins Landespokal-Halbfinale bejubeln.
Der Ex-Cottbuser Dimitar Rangelov, hier noch im Trikot des FC Erzgebirge Aue, durfte ein eigenes Tor und den Einzug seines VfB 1921 Krieschow ins Landespokal-Halbfinale bejubeln.  © picture point/Sven Sonntag

Dabei eröffnete der 40-malige bulgarische Nationalspieler den Torreigen vor 731 Zuschauern im heimischen Sportpark. In der 19. Minute netzte er per direkt verwandeltem Freistoß zum 1:0 für die Hausherren aus der Großgemeinde Kolkwitz im Landkreis Spree-Neiße ein. Wenig später sah auch noch FSV-Akteur Tim Göth die Gelb-Rote Karte (29. Minute).

Aufgrund der Nähe zu Cottbus spielen bei Krieschow viele ehemalige Energie-Akteure - wie Innenverteidiger Jonas Zickert, der zum 2:0 traf (30.) oder Kapitän Andy Hebler, der die Gastgeber per Doppelpack zum klaren Erfolg und ins Halbfinale schoss (59./71.).

Letzterer bildet mit Rangelov ein torgefährliches Sturmduo, das nichts mit Oberliga-Niveau zu tun hat, sondern eine Spielklasse höher anzusiedeln ist.

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Schließlich war der gebürtige Cottbuser Hebler einst Drittliga-Angreifer bei Energie und hätte es ohne seine schweren Verletzungen (zwei Kreuzbandrisse und ein Achillessehnenriss) zu mehr Einsätzen im deutschen Profifußball gebracht.

Wenig verwunderlich, dass er mit 147 (!) Toren in 118 Partien seit knapp sechs Jahren Krieschows offensive Lebensversicherung ist und auch für Luckenwalde nicht zu bändigen war.

Krieschows Sturmduo Dimitar Rangelov und Andy Hebler ist klar über Oberliga-Niveau einzuordnen

Kommt es zum Duell zwischen dem VfB 1921 Krieschow und FC Energie Cottbus?

Der FC Energie Cottbus feierte den höchsten Sieg der Viertelfinalspiele und schlug Fortuna Babelsberg mit 8:0. Mit etwas Losglück könnte es nun zur Partie gegen Krieschow kommen. (Archivfoto)
Der FC Energie Cottbus feierte den höchsten Sieg der Viertelfinalspiele und schlug Fortuna Babelsberg mit 8:0. Mit etwas Losglück könnte es nun zur Partie gegen Krieschow kommen. (Archivfoto)  © Picture Point/Gabor Krieg

Der FSV, immerhin Tabellensiebter in der Regionalliga Nordost und vor dem Chemnitzer FC liegend, verabschiedete sich hingegen mit der mit großem Abstand höchsten Saisonniederlage aus dem Wettbewerb und kann sich nun auf weitere temporeiche und spielstarke Auftritte in der Regionalliga Nordost konzentrieren.

Der VfB, Tabellendritter der NOFV Oberliga Süd, befindet sich noch voll im Aufstiegsrennen und hat nun auch den Sprung unter die letzten vier Brandenburger Teams im Landespokal geschafft - läuft, könnte man sagen!

Dabei wird es in der nächsten Runde auf jeden Fall zu einem spannenden Duell kommen. Neben dem Fünftligisten MSV 1919 Neuruppin (1:0 beim Sechstligisten SV Altlüdersdorf) setzte sich der Regionalligist SV Babelsberg 03 mit 2:0 beim SV 1908 Grün-Weiss Ahrensfelde durch, der zwar nur in der siebten Spielklasse aktiv ist und diese überlegen anführt, aber einen starken Kader um Ex-Bundesliga-Profi Manuel Schmiedebach zusammen hat.

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Den höchsten Sieg des Viertelfinals fuhr wenig überraschend der FC Energie ein, der Landesligist Fortuna Babelsberg nicht den Hauch einer Chance ließ und am Ende klar mit 8:0 (6:0) gewann.

Beim VfB 1921 Krieschow spielen viele ehemalige Akteure vom FC Energie Cottbus

So könnte es im Halbfinale oder Finale zum Aufeinandertreffen von Cottbus und Rangelov kommen, der bei den Lausitzern Kapitän war, in der 1. Bundesliga auflief und einen hohen Stellenwert bei den Fans genießt. Für den Angreifer, der in Deutschland auch für Borussia Dortmund und den FC Erzgebirge Aue aktiv war, wäre das im Spätherbst seiner Karriere nochmal ein echtes Highlight, das man ihm und der Region nur von Herzen wünschen kann!

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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