Ex-Fußball-Weltstar muss wegen Gruppen-Vergewaltigung ins Gefängnis

Mailand - Neun Jahre Haft für Robinho (36)! Der ehemalige brasilianische Nationalspieler soll mit fünf weiteren Männern eine 22-Jährige vergewaltigt haben.

Robinho (36) war einstmals ein Fußballstar auf Weltklasseniveau, nun muss er wohl bald ins Gefängnis.
Robinho (36) war einstmals ein Fußballstar auf Weltklasseniveau, nun muss er wohl bald ins Gefängnis.  © Marcelo Sayao/EFE/dpa

Der Stürmer, der früher unter anderem für Manchester City, den AC Mailand und Real Madrid gespielt hatte, wurde von einem Berufungsgericht in Mailand am gestrigen Donnerstag erneut für schuldig erklärt.

Damit bestätigten die Richter eine Entscheidung aus dem November 2017, bei der sowohl der Brasilianer als auch ein Mittäter zu neun Jahren Gefängnis und einer Entschädigungszahlung in Höhe von 60.000 Euro verurteilt wurden.

Medienberichten zufolge sieht das Gericht es als erwiesen an, dass Robinho im Januar 2013 gemeinsam mit fünf anderen Männern eine 22 Jahre alte Albanerin in einem Mailänder Nachtclub vergewaltigt hat.

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Der 36-Jährige war erst im Oktober 2020 aus der Türkei und vom Istanbul Başakşehir FK nach Brasilien gewechselt, um für seinen Jugendklub FC Santos zu spielen.

Wegen der Vergewaltigungsvorwürfe machten die dortigen Sponsoren und Fans aber so einen Druck, dass sein Vertrag nach nicht mal einer Woche wieder aufgelöst wurde.

Robinho über Vergewaltigung: "Ich lache, weil es mir egal ist"

Damals waren im brasilianischen Fernsehen Aufnahmen von einem Verhör mit dem Flügelstürmer aufgetaucht, in denen er sich offenbar über die Misshandlung der 22-Jährigen lustig machte.

Unter anderem sagte er dabei: "Ich lache, weil es mir egal ist. Die Frau war total betrunken. Sie weiß nicht einmal, was passiert ist."

Seit dem 16. Oktober ist Robinho nun vereinslos. Er befindet sich zurzeit in seiner Heimat in Brasilien und war wie schon 2017 auch diesmal nicht bei seiner Gerichtsverhandlung in Mailand anwesend.

Nach der Berufung bleibt der Schuldspruch gegen den Fußballer also bestehen. Er kann nun erneut innerhalb von 90 Tagen Einspruch gegen das Urteil erheben, ansonsten muss er bald für neun Jahre hinter Gittern.

Titelfoto: Marcelo Sayao/EFE/dpa

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