Rudi Völler bald wieder im Fernsehen? Das sagt der Ex-Weltmeister

Leverkusen/Mexiko-Stadt - Mitte des Jahres wird sich Rudi Völler (62) als Geschäftsführer Sport beim Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen verabschieden. Doch was kommt danach?

Seit 2018 war Rudi Völler Geschäftsführer Sport beim Bayer 04 Leverkusen.
Seit 2018 war Rudi Völler Geschäftsführer Sport beim Bayer 04 Leverkusen.  © Marius Becker/dpa

Wird die Fußball-Ikone vielleicht im Fernsehen als TV-Experte zu sehen sein? "Man soll nie nie sagen", erklärte der 62-Jährige in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur.

Schon in den 90er-Jahren war er mal als Experte bei "Premiere", dem Vorgänger von "Sky", zu sehen. Ein festes Engagement im Fernsehen habe er aber erstmal nicht geplant, so der Weltmeister von 1990.

"Ich werde sicher auch mal ab und zu meine Meinung sagen, wenn ich das Gefühl habe, meinen Klub verteidigen zu müssen oder dass mal was Kritisches gesagt werden sollte", erläuterte er. "Ich werde ganz sicher nicht den Besserwisser geben. Das auf keinen Fall", fügte er noch hinzu.

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Und wie steht es um seinen Nachfolger, Simon Rolfes (40)? Mit dem habe er ein gutes Verhältnis, denn teilweise habe sie ja selbst eingewiesen.

"Ex-Spieler mit großer Historie in sehr wichtigen Funktionen einzubinden", das sei bei einem Traditionsclub wie Bayer Leverkusen absolut normal.

Derzeit befindet sich das Team von Bayer Leverkusen in Mexiko auf einer Saison-Abschlussfahrt, um besonders das 100-jährige Bestehen von Bayer zu feiern.
Derzeit befindet sich das Team von Bayer Leverkusen in Mexiko auf einer Saison-Abschlussfahrt, um besonders das 100-jährige Bestehen von Bayer zu feiern.  © Holger Schmidt/dpa

Der Fußball hat sich modernisiert - was sagt der alte Hase dazu?

Apropos Tradition: Noch 2017 schimpfte Völler über die Nutzung von Videobeweisen im Fußball. Er nannte es sogar einen "Stimmungskiller" und sehnte sich zu den Zeiten zurück, in denen der Videobeweis noch nicht verwendet wurde. "Es ist wie mit vielen Dingen: Wenn man sie erst einmal hat, kriegt man sie nicht mehr los", sagte er damals.

Nun hat sich das Blatt gewendet, und der Ex-Weltmeister gibt zu, dass das Hilfsmittel doch ganz nützlich sei: "Am Anfang war ich noch gegen den Videobeweis. Jetzt kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, dass er nicht mehr da ist." Hundert Prozent dahinter steht er jedoch nicht: "Man kann es noch besser machen, Menschen machen eben auch Fehler."

Im Fußball haben sich natürlich viele Dinge verändert und modernisiert. "Bei aller Tradition ist das auch wichtig", sagte der 62-Jährige: "Es gab weitere Veränderungen, die gut waren für den Fußball. Dass die Auswärtstor-Regel abgeschafft wurde, war höchste Zeit. Auch die fünf Auswechslungen sind eine gute Sache", erklärte der 62-Jährige.

"Die Pandemie war für alle furchtbar. Das einzige, was sie für den Fußball gebracht hat, waren die fünf Auswechslungen. Ich hoffe, sie bleiben", so die Fußball-Ikone.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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