Sachsenpokal-Auslosung: Kracher in Leipzig, Glück für Dynamo, Freilos für Lok

Leipzig - Nach dem Beschluss über die Verkürzung des Sachsenpokals ist nach dem Überspringen des Achtelfinals am Montagnachmittag das Viertelfinale ausgelost worden. Ein Team hat ein Freilos erhalten.

Der Chemnitzer FC, hier beim 5:1-Erfolg in der 3. Runde beim FC Grimma, ist Titelverteidiger und mit elf Titeln Sachsenpokal-Rekordsieger.
Der Chemnitzer FC, hier beim 5:1-Erfolg in der 3. Runde beim FC Grimma, ist Titelverteidiger und mit elf Titeln Sachsenpokal-Rekordsieger.  © Picture Point/Gabor Krieg

In der Runde der letzten sieben Teams treffen der Titelverteidiger Chemnitzer FC auf den VfB Auerbach und Zweitliga-Absteiger Dynamo Dresden muss beim Bischofswerdaer FV ran. Zudem gibt es die Begegnung BSG Chemie Leipzig gegen den FSV Zwickau, die es auch schon im Achtelfinale gegeben hätte. Das ergab die Ziehung in der Leipziger Sportschule "Egidius Braun".

Alle Begegnungen des Viertelfinals:

  • BSG Chemie Leipzig - FSV Zwickau
  • Chemnitzer FC - VfB Auerbach
  • Bischofswerdaer FV 08 - Dynamo Dresden

Das Freilos hat der 1. FC Lokomotive Leipzig erhalten, steigt also erst im Halbfinale ein, trifft dort auf den Sieger zwischen Bischofswerda und Dynamo. Im zweiten Halbfinale kämpfen Chemie oder Zwickau gegen den CFC oder Auerbach ums Endspiel.

Das Viertelfinale ist für den 1. und 2. Mai angesetzt. Da Dynamo (derzeit in Quarantäne) an diesem Wochenende aber womöglich das Nachholspiel gegen den MSV Duisburg bestreitet, ist es möglich, dass die SGD vorwiegend mit U19-Kickern bei Schiebock antritt.

Das Halbfinale könnte am 12. Mai gespielt werden. Das Finale soll am 29. Mai über die Bühne gehen.

Ulrich Günther (Staffelleiter Landespokal, l.), Markus Röder (Wernesgrüner, M.) und Volkmar Beier (Vorsitzender Spielausschuss) nahmen die Auslosung am Montagnachmittag vor.
Ulrich Günther (Staffelleiter Landespokal, l.), Markus Röder (Wernesgrüner, M.) und Volkmar Beier (Vorsitzender Spielausschuss) nahmen die Auslosung am Montagnachmittag vor.  © Sächsischer Fußballverband

Sächsischer Fußballverband denkt den Vereinen, die einen Rückzieher gemacht haben

Welches Team schnappt sich den Sachsenpokal?
Welches Team schnappt sich den Sachsenpokal?  © Picture Point/Gabor Krieg

Zuvor hatte der Vorstand des Sächsischen Fußballverbands (SFV) am Samstag die Corona-Beschlussvorlage über die Fortsetzung der Meister- und Pokalwettbewerbe für die laufende Saison bestätigt.

Diese hatte unter anderem vorgesehen, den Sachsenpokal zu verkürzen und lediglich mit den Klubs aus der 3. Liga und Regionalliga Nordost fortzufahren. Somit waren z.B. der VFC Plauen, der FC International Leipzig und der Favoritenschreck SG Weißig aus der 8. Liga raus.

Alle unterklassigeren Vereine hatten seit Monaten keine Trainings- geschweige denn Spielerlaubnis. Eine Vorbereitung auf den Pokal hätte zu viel nicht vorhandene Zeit in Anspruch genommen. Sie werden durch den Rückzug aus dem Sachsenpokal finanziell entschädigt.

Ziel war immer, den Sachsenpokal sportlich zu Ende zu bringen und den Sieger wie jedes Jahr für die 1. Runde des DFB-Pokals der neuen Saison zu melden.

SFV-Präsident Hermann Winkler (57) über die Entscheidung: "Ich bin sehr froh, dass wir eine Einigung mit unseren Pokalteilnehmern errungen haben, die eine sportliche Lösung für den Landespokal ermöglicht."

Und auch Volkmar Beier, der Vorsitzende des Spielausschusses, dankte den Vereinen für ihren Rückzug: "Ohne einen veränderten Modus hätte dem Sachsenpokal erstmals in seiner Geschichte der Abbruch gedroht. Das Entgegenkommen aller Beteiligten hat das verhindert. Es ist gelungen, über sechs Spielklassenebenen teils sehr unterschiedliche Interessenlagen auf eine kompromissfähige Basis zu bringen."

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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