Stehplatz-Verbot im Amateur-Fußball bleibt: "Frust enorm"

München - An den Fußball-Amateurplätzen in Bayern sind weiterhin keine Stehplätze für Zuschauer erlaubt.

Im Amateur-Fußball dürfen weiterhin keine Zuschauer auf Stehplätzen dabei sein. (Symbolbild)
Im Amateur-Fußball dürfen weiterhin keine Zuschauer auf Stehplätzen dabei sein. (Symbolbild)  © Tobias Hase/dpa

Die von den Vereinen und dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) kritisierte Corona-Regelung des Innenministeriums bleibt vorerst bestehen, der Landtag lehnte am Mittwochabend zwei Anträge der Opposition zu einer Nachbesserung ab.

Damit dürfen weiterhin nur maximal 500 Zuschauer zu Amateurspielen gehen, wenn diesen jeweils feste Sitzplätze zugeordnet werden.

"Der Frust bei den Vereinen ist enorm – und er wird mit jedem Tag weiter wachsen, an dem diese unsinnige, weil nicht mehr erklärbare Regelung Gültigkeit besitzt", sagte BFV-Chef Rainer Koch (62) in einer Mitteilung vom Donnerstag. Er hoffe auf ein Einlenken der Politik.

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Im Landtag habe es geheißen, dass das für den Sport zuständige Innenministerium "in den nächsten Tagen eine praxistaugliche Regelung finden wird und wir zu Lösungen kommen werden".

Koch hatte in dieser Woche am Rande des EM-Spiels der deutschen Auswahl gegen Frankreich in München schon mit Ministerpräsident Markus Söder (54), Innenminister Joachim Herrmann (64) und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, alle CSU) über das Thema gesprochen und war guter Dinge.

"Dass unsere Vereine aber mit dieser Entscheidung des Landtags weiter vertröstet werden, ist alles andere als schön", monierte er.

Titelfoto: Tobias Hase/dpa

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