Eintracht Frankfurt bangt um Leistungsträger, hat aber Meistermacher in der Hinterhand

Frankfurt am Main - Nach einer starken Saison, die letztlich nicht mit dem Traum vom Champions-League-Einzug gekrönt wurde, könnte Eintracht Frankfurt der Abgang einiger Leistungsträger bevorstehen. Die Hessen verloren bereits Toptorjäger André Silva (25) an Ligakonkurrent RB Leipzig, nun scheint der nächste Spitzenkicker abwanderungswillig zu sein. Doch die Adlerträger scheinen bereits mit einem Meistermacher vorgesorgt zu haben.

Daichi Kamada (24, l.) absolvierte bislang 86 Partien für Eintracht Frankfurt und kam dabei auf 15 Tore und 24 Vorlagen.
Daichi Kamada (24, l.) absolvierte bislang 86 Partien für Eintracht Frankfurt und kam dabei auf 15 Tore und 24 Vorlagen.  © Annegret Hilse/Reuters Images Europe/Pool/dpa

Wie das dänische Blatt "B.T." berichtet, soll Bröndby-Kopenhagen-Jungspund Jesper Lindström (21) kurz vor einem Wechsel stehen. In einer Börsenmitteilung vom Donnerstag (1. Juli) soll die Vereinsführung des amtierenden dänischen Meisters bereits angekündigt haben, dass der offensive Mittelfeldmann den Klub schon bald verlassen werde.

Wo es den 21-Jährigen hin verschlagen soll, wurde in besagter Mitteilung jedoch noch nicht fix gemacht. Dennoch scheint man sich bereits sicher zu sein, dass die Frankfurter nicht nur großes Interesse an Lindström angemeldet, sondern den möglichen Transfer bereits weit vorangetrieben haben.

Derzeit liegt der Marktwert des talentierten Mittelfeld-Strippenziehers bei rund sieben Millionen Euro. Dass ihn Bröndby für weitaus weniger Ablöse ziehen lassen wird, scheint dabei unwahrscheinlich. Vor allem auch, weil er mit zehn Toren und elf Vorbereitungen erheblichen Anteil am ersten Titel des Traditionsvereins seit 2005 hatte.

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Aufgrund seiner bevorzugten Position könnte die mögliche Verpflichtung Lindströms seitens der Eintracht bereits eine vorgezogene Reaktion auf den potenziellen Abgang von Daichi Kamada (24) sein.

Eintracht Frankfurt hat Jesper Lindström im Visier: Hatte gewaltigen Anteil an Bröndbys Meisterschaft

Jesper Lindström (21) könnte bei der Eintracht der Ersatz für den abwanderungswilligen Japaner werden.
Jesper Lindström (21) könnte bei der Eintracht der Ersatz für den abwanderungswilligen Japaner werden.  © IMAGO / Ritzau Scanpix

Der Japaner ragte in einer ohnehin stark performenden Eintracht-Mannschaft nochmals hervor, kam in der abgelaufenen Spielzeit auf fünf eigene Tore, während er satte 15 Assists in die Füße seiner Mitspieler lieferte.

Aufgrund seiner Leistungen ist der 24-jährige Nationalspieler in der Fokus namhafter Klubs wie dem AC Mailand, Tottenham Hotspur oder dem FC Sevilla gerückt und könnte der nächste hochkarätige Abgang der SGE werden.

Trösten könnte die Verantwortlichen um Neu-Sportvorstand Markus Krösche (40) das fette Transferplus, das mit einem Kamada-Verkauf erzielt werden könnte.

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Sein Marktwert kratzt derzeit an der 30-Millionen-Euro-Marke, während man ihn im Sommer 2017 für gerade einmal 1,6 Millionen Euro von Sagan Tosu loseiste. Ohnehin ist bei der Eintracht derzeit viel los auf dem Transfermarkt.

Neben weiteren möglichen prominenten Abgängen sollen Verhandlungen über die Verpflichtungen von vielversprechenden Akteuren wie Sasa Kalajdzic (24) vom VfB Stuttgart oder Erling-Haaland-Kumpel Jens Petter Hauge (21) von der AC Milan auf Hochtouren laufen.

Titelfoto: Montage: Annegret Hilse/Reuters Images Europe/Pool/dpa, IMAGO / Ritzau Scanpix

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