Der verlorene Sohn kehrt heim: Luka Jovic stürmt wieder für die Eintracht

Frankfurt am Main - Jetzt ist es amtlich! Nachdem eine Rückkehr von Luka Jovic (23) von Real Madrid zu Eintracht Frankfurt bereits im Vorfeld angekündigt worden war (TAG24 berichtete), ist der junge Angreifer nun ganz offiziell wieder ein Spieler der SGE. Jovic kommt per Leihgeschäft und verstärkt das Team von Trainer Adi Hütter (50) mindestens bis zum Sommer 2021.

Luka Jovic (23) kommt auf Leihbasis von Real Madrid zurück zu Eintracht Frankfurt.
Luka Jovic (23) kommt auf Leihbasis von Real Madrid zurück zu Eintracht Frankfurt.  © dpa/Uwe Anspach

Der 12. Januar 2021 - ein denkwürdiger Tag für jeden Fan von Eintracht Frankfurt! Nein, nicht etwa weil der hessische Bundesligist sang- und klanglos mit 1:4 bei Bayer 04 Leverkusen aus dem DFB-Pokal ausschied. Wenige Minuten vor dem Anpfiff der Begegnung hatte Sportvorstand Fredi Bobic (49) die Nachricht verlauten lassen, an die wohl der größte Optimist schon nicht mehr geglaubt hatte.

"Luka Jovic steht vor einer Leihe zu uns bis zum Sommer. Wir müssen noch ein paar Themen bearbeiten - den Medizincheck zum Beispiel. Wenn alles passt, ist er bald wieder bei uns", sagte der Strippenzieher in Sachen Transfers bei der Eintracht.

Und wer Bobic kennt, weiß, dass dieser nur dann derartige Kommentare abgibt, wenn ein Deal so sicher wie das Amen in der Kirche ist. So auch in diesem Fall. Der junge Serbe, der der Eintracht im Sommer 2019 noch rund 60 Millionen Euro einbrachte, kehrt als eine Art verlorener Sohn in seine alte Heimat zurück.

In Madrid hatte er in den vergangenen 18 Monaten nie richtig überzeugen können, verlor zuletzt sogar gänzlich das Vertrauen seines Coaches Zinédine Zidane (48).

Real Madrid zahlt 80 Prozent des Gehaltes von Luka Jovic, Eintracht Frankfurt stark entgegengekommen

Im Sommer 2019 wechselte Jovic für rund 60 Millionen Euro von der Mainmetropole Frankfurt zum Top-Klub Real Madrid.
Im Sommer 2019 wechselte Jovic für rund 60 Millionen Euro von der Mainmetropole Frankfurt zum Top-Klub Real Madrid.  © Óscar J.Barroso/Europa Press/dpa

Warum der vor wenigen Wochen noch unmöglich anmutende Transfer nun doch abgewickelt werden konnte - und das auch noch so schnell - ist per se recht simpel, aber keinesfalls selbstverständlich.

Fakt ist, dass Jovic mehrere Angebote namhafter Vereine ausgeschlagen haben soll, weil er unbedingt zurück nach Frankfurt wollte, um dort wieder an alte Stärke anzuknüpfen. Doch sein Gehalt, das geschätzt bei rund zehn Millionen Euro liegen soll, wäre für die SGE schlichtweg nicht zu stemmen gewesen.

Wie die Bild-Zeitung erfahren haben will, übernimmt Real rund 80 Prozent des Jovic-Salärs, die Eintracht kostet der Mega-Deal also "gerade einmal" zwei Millionen Euro. Ein Schnäppchen angesichts der Qualität des Frankfurter Rekordverkaufs.

Ob dieser schon am Sonntag (17. Januar/18 Uhr) gegen den FC Schalke 04 zumindest auf der Bank sitzen kann, ist auch an das Frankfurter Gesundheitsamt gebunden. Da Jovic aus einem Risikogebiet einreiste, könnte eine fünftägige Corona-Quarantäne verpflichtend sein.

Da der 23-Jährige aber bereits mit dem Virus infiziert war, könnte eine Sonderregelung geltend gemacht werden. Fakt ist jedoch: Mit einer Freudenträne im Augenwinkel wird wohl nahezu jeder Eintracht-Fan ganz leise für sich flüstern: willkommen zurück, Brate!

Titelfoto: dpa/Uwe Anspach

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