Vater von Ex-Schalker Max Meyer mit Protz-Video: "Mit dem bezahlten Lambo vom Pleite-Klub"

Gelsenkirchen - Was war denn da los? Am Donnerstagabend tauchte bei Twitter ein Video des Vaters von Ex-Schalke-Profi Max Meyer (24), Hans-Joachim Meyer, auf, wie er sich hinter dem Steuer eines Lamborghinis selber filmt und protzt.

Max Meyer, spielt seit knapp zwei Jahren für Crystal Palace.
Max Meyer, spielt seit knapp zwei Jahren für Crystal Palace.  © Paul Terry/CSM via ZUMA Wire/dpa

"Besser geht nicht, Männer. Durch die verbotene Stadt, Gelsenkirchen, zum Steuerberater. Schön mit dem bezahlten Lambo vom Pleite-Klub! Herrlich", sagt er völlig ungeniert während der Fahrt in seine Kamera.

Bitte was? Der Herr Papa des Schalke-Eigengewächses machte in Gelsenkirchen aber mal so richtig auf dicke Hose, tritt gegen den finanziell wie sportlich aktuell mehr als taumelnden Ex-Klub seines Sohnes unschön nach.

So "herrlich" Meyer Senior die Protz-Fahrt auch fand, desto unangenehmer war es wohl seinem Sohnemann. Noch am späten Donnerstagabend distanzierte sich der 24-Jährige umgehend für das pubertäre Verhalten seines Vaters.

"Ich bin gerade auf ein Video meines Vaters aufmerksam gemacht worden. Ich bin zutiefst schockiert über dieses Video", ließ der Profi des englischen Erstligisten Crystal Palace über Instagram verlauten. 

"Das passt nicht in meine Welt, nicht in diese Zeit, das passt in gar keine Zeit", fuhr er fort.

Meyer wechselte nach neun Jahren bei Schalke zu Crystal Palace in die Premier League

Kehrte S04 nach neun Jahren den Rücken, Max Meyer (24).
Kehrte S04 nach neun Jahren den Rücken, Max Meyer (24).  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Was seinem Vater zu dieser Aktion getrieben hat, ist bislang nicht bekannt. Fakt ist aber, dass die Trennung des einstigen Schalke-Juwels von seinem Jugend-Klub nicht ganz geräuschlos verlief.

Nach monatelangem Hickhack um die Zukunft des Mittelfeldspielers endete Max Meyers Zeit auf Schalke am 30. Juni 2018. Über Monate zogen sich die Verhandlungen zwischen Verein und dem Management des Kickers - ohne Erfolg. Anfang August ging es für ihn dann zu Crystal Palace.

Ein Wechsel der, mit Ausnahme des englischen Premier-League-Vereins, in der Nachbetrachtung nur Verlierer vorzuweisen hatte. Die Knappen verloren einmal mehr ein hoffnungsvolles Talent, der Spieler selbst ist schließlich nicht unbedingt da gelandet, wo er sich eigentlich wähnte - einem Top-Klub. Das Verhältnis zwischen Verein und der Partei des Spielers war merklich angespannt und zum Ende hin auch merklich zerrüttet, wenngleich Meyer selbst in seinem Instagram-Post keinerlei böses Blut gegen Königsblau vergießen möchte. 

"Ich habe Schalke 04 sehr, sehr viel zu verdanken und distanziere mich entschieden von der Art und Inhalt dieses Videos!!", versuchte er die Protz-Wogen seines Vaters zu glätten.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa ; Screenshot/Twitter WeSt0ns 4fro

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