1. FC Köln auf Stürmersuche: Kommt ein alter Bekannter zurück ans Geißbockheim?

Köln - Hat der 1. FC Köln nach dem Abgang von Tormaschine Anthony Modeste (34) zu Borussia Dortmund ein Stürmer-Problem? Ein alter Bekannter hat sich nun selbst ins Spiel gebracht und eine mögliche Rückkehr in die Domstadt angedeutet.

Bezeichnende Geste: Angesichts des fehlenden Mittelstürmers beim Effzeh schlägt Neu-Borusse Anthony Modeste (34) die Hände vor dem Gesicht zusammen.
Bezeichnende Geste: Angesichts des fehlenden Mittelstürmers beim Effzeh schlägt Neu-Borusse Anthony Modeste (34) die Hände vor dem Gesicht zusammen.  © Ina FASSBENDER/AFP

Es wird einfach nicht still am Geißbockheim in Köln. Seit dem Abgang des französischen Superstars Modeste zum BVB geistern die wildesten Gerüchte rund ums Trainingsgelände der Geißböcke.

Wie verschiedene Medien am Dienstag berichtet hatten, haben die FC-Verantwortlichen um Geschäftsführer Christian Keller (43) wohl Abstand von einer Verpflichtung von Fürth-Angreifer Branimir Hrgota (29) sowie des finnischen Stürmers Joel Pohjanpalo (27) genommen.

Möglicherweise passen beide nicht wirklich ins Anforderungsprofil von Trainer Steffen Baumgart (50), der das Spiel seiner Jungs maßgeblich auf Sturmrakete Modeste zugeschnitten hat.

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Seit Montag klafft im Kölner Angriff trotz des überzeugenden und souveränen Auftaktsiegs gegen den FC Schalke 04 (3:1) ein Loch im Sturmzentrum, was Baumgart und die im Kader verbliebenen Stürmer jetzt füllen müssen.

20 Tore als Messlatte

Der Kolumbianer knipste in 85 Pflichtspielen für Köln 37 Tore und bereitete sieben weitere vor - starke Quote!
Der Kolumbianer knipste in 85 Pflichtspielen für Köln 37 Tore und bereitete sieben weitere vor - starke Quote!  © Federico Gambarini/dpa

Es darf bezweifelt werden, ob Mark Uth (30), Tim Lemperle (20), Florian Dietz (24) oder die Neuzugänge Steffen Tigges (23) und Sargis Adamyan (29) im Kollektiv das auffangen können, was Tony ihnen hinterlassen hat - eine Messlatte mit rund 20 Buden pro Saison.

Auch Sebastian Andersson (29) muss erwähnt werden, steht allerdings weiterhin auf der Abschussliste des Effzeh und soll so schnell wie möglich an Bröndby IF aus Schweden abgegeben werden.

Wer soll also in Zukunft regelmäßig treffen und die Qualifikation zur Conference-League-Gruppenphase sichern? Die Frage hat sich am Dienstag auch ein alter Bekannter gestellt und seinen Namen selbst wieder in den Ring geworfen.

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Jhon Cordoba (29), derzeit beim russischen Vertreter FK Krasnodar unter Vertrag, war schon von 2017 bis 2020 beim 1. FC Köln aktiv - ehe er für 15 Millionen zu Hertha BSC wechselte - und hat das Erbe Modestes schon einmal zur vollsten Zufriedenheit aller FC-Anhänger ausgeübt.

Rekordtransfer macht auf sich aufmerksam

Kommt es zur zweiten Nachfolge von Anthony Modeste?
Kommt es zur zweiten Nachfolge von Anthony Modeste?  © Rolf Vennenbernd/dpa

Nur wenige Tage, nachdem der Effzeh durch ein 2:0-Heimsieg gegen den 1. FSV Mainz 05 am 34. Spieltag der Saison 2016/2017 klargemacht hatte, wechselte Modeste für fast 30 Millionen Euro ins Reich der Mitte - nach Tianhai.

Dort wurde der Franzose allerdings alles andere als glücklich und wechselte per Nacht-und-Nebel-Aktion zurück an den Rhein. Jetzt also der zweite Abschied aus Köln!

Ist das etwa die zweite Chance für Cordoba? Der 29-Jährige kennt die Stadt, den Verein und weiß mit dem Medienrummel umzugehen. Einziges Problem: die klamme Kasse der Kölner.

Rund 15 Millionen Euro Marktwert hat Cordoba aktuell und soll in Krasnodar ähnlich viel kassieren wie Modeste zuvor in der Domstadt. Kann sich der FC das leisten?

Viel Zeit bleibt den Bossen in Köln nicht mehr. Bis zum 31. August haben die Kölner noch Zeit, einen würdigen Nachfolger von Modeste zu verpflichten - dann schließt hierzulande der Transfermarkt. Oder kommt alles doch ganz anders und der Effzeh spart die Einnahmen?

Titelfoto: Ina FASSBENDER/AFP

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