1. FC Köln: Das lange Warten auf die Rückkehr von "Pferdelunge" Ellyes Skhiri

Köln- Für Steffen Baumgart (49) gibt es beim 1. FC Köln keine "Stammelf". Dass der Trainer diese Überzeugung durchaus ernst meint und lebt, zeigte sich unter anderem im DFB-Pokalspiel beim VfB Stuttgart, als er seine Startelf auf acht Positionen veränderte. Und dennoch liegt auf der Hand, dass mit Ellyes Skhiri (26) derzeit ein Spieler fehlt, der unersetzlich zu sein scheint.

Ellyes Skhiri (26) präsentierte sich vor seiner Verletzung in einer überragenden Form.
Ellyes Skhiri (26) präsentierte sich vor seiner Verletzung in einer überragenden Form.  © Robert Michael/dpa

Seine bis dato letzte Aktion im Trikot der Geißböcke war ein kräftezehrender, knapp 80 Meter langer Sprint, den Ellyes Skhiri mit einem Heber zum 3:1-Treffer im Spiel gegen Greuther Fürth krönte.

Seitdem ist der Tunesier, der in jedem Spiel zwischen zwölf und 13 Kilometer läuft, verletzungsbedingt außen vor.

Ganz bitter: Er brach sich im Spiel der tunesischen Nationalmannschaft gegen Mauretanien das Wadenbeinköpfchen.

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Der Mittelfeldspieler ist aufgrund dieser Tatsache seit dem 10. Oktober zum Zuschauen verdammt. Und zuzuschauen ist mit Sicherheit nicht die Stärke des Mannes, der in dieser Saison bereits drei Treffer erzielte. Ein Spieler, der am liebsten an jeder Stelle des Platzes wäre, so viel wie er läuft. Um Löcher zu stopfen, um seine Mitspieler in Szene zu setzen. Da muss ihn sogar selbst Baumgart bremsen.

Die Bundesliga-Bilanz beim FC liest sich seit Skhiris Ausfall nicht wirklich rosig: In drei Spielen gab es nur noch einen Punkt. Mit Ausnahme des Hoffenheim-Spiels stimmte zwar die Leistung, aber am Ende nur bedingt das Resultat.

Dejan Ljubicic als Skhiri-Vertreter gut, wird aber ein wenig seiner Stärken beraubt

Dejan Ljubicic (24/r.) ist als Skhiri-Vertreter gefragt.
Dejan Ljubicic (24/r.) ist als Skhiri-Vertreter gefragt.  © Marijan Murat/dpa

Zwar erreichten die Geißböcke trotz vieler Umstellungen in der vergangenen Woche die nächste Runde im DFB-Pokal durch den 2:0-Sieg beim VfB Stuttgart.

Doch gerade die Schwaben sind selbst arg von Verletzungssorgen gebeutelt, spielen quasi mit ihrer letzten Besetzung. Nach dem ersten Gegentor hatten die VfB-Akteure den Kölnern nicht mehr viel entgegenzusetzen.

In diesem Spiel wurde auch Skhiris Fehlen am wenigsten deutlich. In den beiden vergangenen Begegnungen gegen Leverkusen und Dortmund dafür umso mehr. Denn durch den Ausfall Skhiris wird Dejan Ljubicic (24) als Mann vor der Abwehr benötigt.

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Der Neuzugang war aber gerade in den ersten Saisonspielen im Pressing auf der rechten Halbpositition im Mittelfeld extrem stark und konnte seine Wucht besser einsetzen. Eines der Elemente, die dem FC in den vergangenen Spielen etwas abhandenkam, auch wenn Ljubicic seine Arbeit vor der Kette absolut solide ausführte.

Ob Skhiri nach der Länderspielpause beim Auswärtsspiel am Sonntag, 21. November (15.30 Uhr), gegen den FSV Mainz 05 wieder zur Verfügung steht, ist ungewiss. Der Wunsch aller Anhänger der Geißböcke und auch von Steffen Baumgart wäre es allemal.

Titelfoto: Bildmontage: Robert Michael/dpa

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