Der 1. FC Köln und die Breite im Kader - mehr als eine Floskel

Köln - Bereits am dritten Bundesliga-Spieltag zeigte sich, dass der Spruch von FC-Trainer Steffen Baumgart, dass es bei ihm keine Stammspieler gebe, sondern alle Kaderspieler wichtig seien, mit Leben gefüllt wird. Denn mit Louis Schaub (27) und Tim Lemperle (19) entschieden zwei Joker die Begegnung gegen den VfL Bochum. Sie sollten nicht die einzigen Akteure bleiben, die das Spiel des 1. FC Köln nach ihrer Einwechslung positiv beeinflussten.

Jan Thielmann (19) erzielte in Berlin sein erstes Saisontor.
Jan Thielmann (19) erzielte in Berlin sein erstes Saisontor.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Denn der Treffer von Jan Thielmann zum 3:1-Endstand bei Hertha BSC war bereits das sechste Jokertor am 18. Spieltag für die Geißböcke.

Lediglich die TSG 1899 Hoffenheim steht in dieser Statistik mit bereits sieben von der Bank erzielten Treffern vor dem FC.

Bereits in den Wochen vor der Winterpause kamen von der Bank immer wieder Profis, die das Spiel zugunsten der Kölner drehten.

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Aber nicht allein mit Toren - Kingsley Schindler (28) sorgte mit seinen drei Vorlagen binnen zwei Spielen ebenfalls für einen großen Mehrwert im Spiel der Geißböcke.

Das Gerangel um die Startplätze wird vor dem Spiel gegen den FC Bayern München am Samstag (Sky, 15.30 Uhr) im Offensivbereich noch größer, da mit eben jenem Schindler auch Stürmer Sebastian Andersson (30) nach seiner Erkrankung wieder zum Aufgebot zählen wird.

Steffen Baumgart gibt jedem Spieler seine Einsatzzeit, keiner fällt ab

Kingsley Schindler (28) machte zum Ende der Hinrunde nach seinen Einwechslungen über die rechte Außenbahn mächtig Betrieb.
Kingsley Schindler (28) machte zum Ende der Hinrunde nach seinen Einwechslungen über die rechte Außenbahn mächtig Betrieb.  © Swen Pförtner/dpa

Doch weder Außenbahnakteur Schindler noch Mittelstürmer Andersson können beim Spiel gegen den Rekordmeister mit einem Einsatz von Beginn an rechnen.

Während die Defensive durch den Abgang von Abwehrchef Rafael Czichos (31) im Zentrum nicht wirklich breit besetzt ist, wird das Gedränge auf den Offensiv-Positionen immer größer.

Das beste Beispiel dafür ist Louis Schaub, der sich im Laufe der Saison immer wieder über Jokereinsätze anbot und sich jetzt in Baumgarts Startelf vorerst festgespielt hat.

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Das Wichtige für die Spieler: Sie merken, dass sie alle ihre Einsatzzeiten bekommen, weil der Trainer jeden Spieler für wichtig hält.

Deswegen geben die Akteure nach ihren Einwechslungen auch dementsprechend Gas. Es gibt keinen Leistungsabfall, sondern vielmehr neue, frische Impulse.

Bezeichnend dafür der Auftritt von Jan Thielmann, der die Herthaner in den Schlussminuten permanent anlief, hoch presste und sich letzten Endes gar mit dem Treffer belohnte.

Nicht auszuschließen, dass der entscheidende Spieler auch gegen die Bayern von der Bank kommen wird. Optionen bieten sich für Baumgart genug. Diese Information wird mittlerweile selbst im fernen Süden angekommen sein.

Titelfoto: Bildmontage: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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