1. FC Köln: Die verpasste Chance des Salih Özcan

Köln - Es war seine große Chance, nachhaltigen Eindruck bei Trainer Steffen Baumgart (49) zu hinterlassen. Nutzen konnte Salih Özcan (23) diese bei der 0:5-Niederlage des 1. FC Köln in Hoffenheim nicht.

Salih Özcan (23/M.), hier beim 1:1-Auswärtsspiel in Freiburg, konnte in Hoffenheim keine Eigenwerbung betreiben.
Salih Özcan (23/M.), hier beim 1:1-Auswärtsspiel in Freiburg, konnte in Hoffenheim keine Eigenwerbung betreiben.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Im Sommer war er eigentlich schon weg. Der Vertrag von Özcan lief aus und keiner rechnete mehr damit, dass der Mittelfeldspieler nach der U21-Europameisterschaft noch einmal auf den Trainingsplatz am Geißbockheim zurückkehren würde.

Doch gerade Gespräche mit Trainer Baumgart bewirkten ein Umdenken Özcans, sodass das FC-Eigengewächs, der bereits seit 2013 in der Domstadt unter Vertrag steht, doch in Köln blieb.

Auch, um sich endgültig durchzusetzen. Denn einen Stammplatz über längere Zeit hatte der 23-Jährige nie inne.

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Dies sollte sich unter Baumgart ändern. Özcan war fest entschlossen, verzichtete für sein Vorhaben freiwillig auf eine Olympia-Teilnahme und absolvierte eine starke Vorbereitung. Das klare Ziel: Ein unverzichtbarer Spieler werden!

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Nach starker Vorbereitung war Salih Özcan zunächst in der Startelf

Nach einer guten Vorbereitung drängte Salih Özcan (23/M.) zunächst in die Startelf. Den Platz konnte er allerdings nicht behaupten.
Nach einer guten Vorbereitung drängte Salih Özcan (23/M.) zunächst in die Startelf. Den Platz konnte er allerdings nicht behaupten.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Der Start war für Özcan verheißungsvoll. Beim Saisonauftakt im DFB-Pokal in Jena spielte der über seine Physis kommende Spieler von Beginn.

Doch schon dort überzeugte er nicht vollends, wurde nach 68 Minuten ausgewechselt. Für ihn kam Ellyes Skhiri (26), bei dem man zum damaligen Zeitpunkt noch davon ausgehen konnte, dass er den Verein verließ.

Doch Skhiri blieb, und somit war für Özcan die Rolle als Skhiri-Nachfolger verbaut. Nach sieben Bundesliga-Spieltagen war die Bilanz des 23-Jährigen dementsprechend trist. Er spielte lediglich einmal von Beginn an, wurde zudem fünfmal eingewechselt. Dies lag nicht nur an Skhiri, sondern auch an Dejan Ljubicic (24). Der laufstarke Österreicher schlug nach seiner Verpflichtung sofort ein.

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Doch in Hoffenheim bot sich Özcans große Chance, weil sowohl Skhiri als auch Ljubicic fehlten. Nur nutzen konnte der aus der FC-Jugend stammende Spieler diese nicht und war an zwei Gegentoren unmittelbar beteiligt. Sicherlich war es nicht die Alleinschuld Özcans, dass das Spiel dermaßen aus den Fugen geriet. Aber er konnte seinem Team auf der Position in der Zentrale auch keine zusätzliche Sicherheit geben.

Da zumindest Ljubicic gegen Bayer Leverkusen (DAZN/15.30 Uhr) wieder dabei sein wird, dürfte Özcan wieder aus der Startelf rotieren. Wann sich seine nächste Chance bietet, ist nicht abzusehen. Der Weg zum unverzichtbaren Spieler dürfte für Özcan ein sehr langer werden.

Titelfoto: Philipp von Ditfurth/dpa

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