1. FC Köln gegen Holstein Kiel: Lage vor Relegationsspiel weitgehend friedlich

Köln - Vor dem Anpfiff des Relegationsspiels des 1. FC Köln ist es am Mittwochabend rund um das Kölner RheinEnergie-Stadion weitgehend friedlich geblieben.

Am Mittwochabend ist es laut Polizei vor dem Anpfiff des Relegationsspiels des 1. FC Köln rund um das RheinEnergie-Stadion weitgehend friedlich geblieben.
Am Mittwochabend ist es laut Polizei vor dem Anpfiff des Relegationsspiels des 1. FC Köln rund um das RheinEnergie-Stadion weitgehend friedlich geblieben.  © Federico Gambarini/dpa

Ausschreitungen von Fans habe es keine gegeben, sagte eine Polizeisprecherin. Vereinzelt sei Pyrotechnik gezündet worden - aus diesem Grund habe man einen Platzverweis ausgesprochen. Mehrere Hundert Anhänger hätten zudem einen Fan-Marsch im Stadion-Umfeld unternommen.

Auch andere Beobachter beschrieben die Lage vor dem Start der Partie gegen den Zweitliga-Dritten Holstein Kiel als relativ entspannt. Als der Kölner Mannschaftsbus gekommen sei, hätten Fans ihm zugewunken und gesungen.

Das Spiel selbst fand wegen der Corona-Pandemie ohne Stadion-Publikum statt. Laut Kölns Sportchefs Horst Heldt (51) hätte es dafür eine Ausnahmegenehmigung des Landes Nordrhein-Westfalen gebraucht.

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"Die haben wir nicht bekommen", sagte er vor dem Spiel im Streamingdienst DAZN.

Im Anschluss an das Bundesliga-Spiel des 1. FC Köln gegen Schalke 04 war es am Samstag zu Ausschreitungen gekommen, bei denen nach Angaben der Polizei mehrere Beamte, Fußballfans und ein Journalist verletzt worden waren. Die Kölner Polizei hatte daher angekündigt, beim Relegationsspiel mit mehr als 300 Beamten erneute Krawalle verhindern zu wollen.

Der 1. FC Köln kämpfte in der Partie um seinen Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.

Update, 27. Mai, 9 Uhr: Polizei stellte insgesamt acht Strafanzeigen

Wie die Polizei nach dem Spiel mitteilte, konnten die Einsatzkräfte fünf Tatverdächtige vom vergangenen Samstag (22. Mai) identifizieren und stellten ihre Personalien fest. Sie müssen sich wegen einiger Würfe von Flaschen und Bierkästen gegen andere Personen in einem Strafverfahren verantworten.

Insgesamt fertigten die Beamten acht Strafanzeigen nach Einsatz von Pyrotechnik, wegen Beleidigungen und eines Betäubungsmitteldelikts.

Einsatzleiter und Polizeirat Sven Rothe fasste den Abend zusammen: "Aus sportlicher Sicht ist das Spielergebnis leider für die Kölner kein Grund zur Freude. Der Polizeieinsatz hingegen ist aus meiner Sicht gut verlaufen, sodass wir nur in wenigen Fällen tätig werden mussten. Mit Blick auf das anstehende Rückspiel am kommenden Samstag, wünsche ich der Mannschaft sowie allen Fans des 1. FC Köln den Klassenerhalt und allen Einsatzkräften in Kiel und Köln einen ruhigen Einsatzverlauf."

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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