1. FC Köln hilflos und verzweifelt: Partizan fertigt schwache Geißböcke problemlos ab!

Köln/Belgrad - Das war gar nichts! Der 1. FC Köln hat am vierten Spieltag der laufenden Conference-League-Saison mit 0:2 (0:1) gegen Partizan Belgrad verloren und eine teilweise verzweifelte Leistung gezeigt.

Innenverteidiger Hübers machte während der 90 Minuten in Belgrad eine eher unglückliche Figur und leitete das 0:1 maßgeblich ein.
Innenverteidiger Hübers machte während der 90 Minuten in Belgrad eine eher unglückliche Figur und leitete das 0:1 maßgeblich ein.  © Darko Vojinovic/AP/dpa

Vor knapp 20.000 Zuschauern im Stadion Partizana musste sich der 1. FC Köln am Ende eines enttäuschenden Europapokal-Abends mit 0:2 (0:1) geschlagen geben! Die Tore für den Gastgeber erzielten Fousseni Diabate (15. Minute) und Ricardo Gomes (52.).

Mit fünf Änderungen im Vergleich zur krachenden Derby-Pleite bei Borussia Mönchengladbach (2:5) startete FC-Trainer Steffen Baumgart das Projekt Wiedergutmachung, nachdem der Effzeh schon das Hinspiel in der Vorwoche im RheinEnergieSTADION mit 0:1 (0:1) verlor.

Kristian Pedersen, Nikola Soldo, Eric Martel, Sargis Adamyan und Florian Dietz starteten für Luca Kilian, Ondrej Duda, Dejan Ljubicic Linton Maina und Steffen Tigges.

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Auch Gordan Petric, Trainer von Partizan Belgrad, wechselte im Vergleich zum jüngsten 4:0-Erfolg in der Liga auf drei Positionen.

Während zum Beginn der Partie einige Anhänger vor dem Stadion ein dickes Feuerwerk zündeten, erwischte der 1. FC Köln den besseren Start. Mittelfeldmotor Ellyes Skhiri hatte früh die erste Chance, scheiterte allerdings mit einem saftigen Linksschuss aus 16 Metern an Aleksandar Popovic (5.).

Im direkten Gegenzug prüfte Fousseni Diabate aus elf Metern halbrechter Position FC-Keeper Marvin Schwäbe, der den frühen 0:1-Rückstand verhinderte (6.).

Mit dieser Aufstellung trat der 1. FC Köln bei Partizan Belgrad an

Partizan Belgrad begann die Partie gegen den 1. FC Köln mit dieser Elf

Überraschende Führung durch Fousseni Diabate und Pyro-Eklat!

Aufgrund fehlenden Durchblicks schickte der Schiedsrichter beide Teams für knapp sechs Minuten in die Katakomben.
Aufgrund fehlenden Durchblicks schickte der Schiedsrichter beide Teams für knapp sechs Minuten in die Katakomben.  © Darko Vojinovic/AP/dpa

Fortan bemühte sich der Effzeh und Zehner Jonas Hector um Spielkontrolle, und die Lücke in der extrem tief stehenden gegnerischen Defensive.

Wie man diese findet, zeigten die Gastgeber nur wenige Minuten später! Gegen einen völlig überforderten Timo Hübers - der den Ball gleich zweifach ins Seitenaus hätte klären können - eroberte sich Diabate die Kugel nahezu mühelos und machte sich auf die Reise Richtung Schwäbe.

Aus 13 Metern halbrechter Position knallte der Franzose die Kugel anschließend am Torhüter der Kölner vorbei ins kurze Eck - 0:1 (15.)!

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In der Folge flachte die Partie zunehmend ab und fand zumeist im Mittelfeld statt. Weder der Effzeh, noch Partizan Belgrad konnte sich bis zur 30. Minute eine weitere Chance erarbeiten.

Für einen handfesten Europapokal-Eklat sorgten dann die "Fans" von Partizan Belgrad! Nachdem einige Chaoten bereits zum zweiten Mal Pyrotechnik abgebrannt hatten, fackelte indes Schiedsrichter Roi Reinschreiber aus Israel nicht lange und bat beide Teams nach Absprache mit Kollegen der UEFA für sechs Minuten in den Spielertunnel!

So richtig erholen konnte sich die Elf von Coach Baumgart von der plötzlichen Spielunterbrechung nicht und wäre kurz vor dem Halbzeitpfiff durch Queensy Menig mit 0:2 in Rückstand geraten.

Der Niederländer setzte seinen Schuss aus vollem Lauf und elf Metern Tordistanz allerdings humorlos an die Latte (45.+10) - Glück für einen bis dato extrem statischen 1. FC Köln!

Partizan zu eiskalt vor dem FC-Tor - Ricardo Gomes sorgte früh für die Vorentscheidung

Beide Mannschaften lieferten sich im Mittelfeld teils harte Duelle und schenkten keinen Zentimeter Rasen her.
Beide Mannschaften lieferten sich im Mittelfeld teils harte Duelle und schenkten keinen Zentimeter Rasen her.  © Darko Vojinovic/AP/dpa

Nach dem Seitentausch suchten die fortan höher positionierten Geißböcke schnell den Weg zum Tor. Sargis Adamyan hatte kurz nach Wiederbeginn die Chance zum Ausgleich, setzte seinen Schuss aus sieben Metern und enger Manndeckung jedoch zu unplatziert in die Arme von Belgrads Popovic (47.).

Wie schon im ersten Durchgang lieferten die Gastgeber praktisch im Gegenzug das nächste knallharte Ausrufezeichen!

Nach reichlich Chaos und Verwirrung im Strafraum der Kölner stieg Ricardo Gomes nach Flanke von Slobodan Urosevic höher als seine Bewacher Nikola Soldo und Kristian Pedersen und nickte das Ding aus fünf Metern über die Linie - 0:2 (52.)!

Ohne echten Zugriff auf das Spiel und den letzten Willen noch etwas am Ergebnis zu drehen, plätscherte die Partie für die Baumgart-Truppe anschließend vor sich hin. Einzig Skhiri hatte Minuten vor dem Schlusspfiff die Chance zum Anschlusstreffer, kam allerdings aus kürzester Distanz nicht mehr entscheidend an den Ball (83.) und besiegelte den gebrauchten Abend in der serbischen Fremde.

Für den Effzeh geht es bis zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar nur noch in Englischen Wochen weiter. Schon am Sonntag empfangen die Geißböcke im RheinEnergieSTADION den FC Augsburg (15.30 Uhr). Partizan Belgrad dagegen bekommt es vor eigener Kulisse mit dem FK Cukaricki zu tun (18.30 Uhr)!

Titelfoto: Darko Vojinovic/AP/dpa

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