Kruse lässt Union Berlin jubeln und vergrößert die Kölner Krise!

Köln – Jubelnde Berliner, traurige Kölner: Am Sonntagabend hat der 1. FC Köln sein Heimspiel gegen den 1. FC Union Berlin mit 1:2 verloren.

Kölns Ellyes Skhiri (M.) trifft gegen Unions Torwart Andreas Luthe (r.) zum 1:1.
Kölns Ellyes Skhiri (M.) trifft gegen Unions Torwart Andreas Luthe (r.) zum 1:1.  © Thilo Schmuelgen/Reuters Images Europe/Pool/dpa

Nach der Führung durch Taiwo Awoniyi (27.) und dem Kölner Ausgleich durch Ellyes Skhiri (36.) war es Max Kruse, der einen Foulelfmeter im Nachschuss verwandelte (72.). Köln stellte mit dem 18. Spiel in Folge ohne Sieg den Vereinsrekord ein.

Beide Teams änderten ihre Startelf im Vergleich zum 7. Spieltag. Köln brachte mit Jorge Mere und Ellyes Skhiri zwei Neue.

Die Gäste tauschten auch aufgrund von Verletzungen dreimal aus. Neu dabei waren Taiwo Awoniyi, Sebastian Griesbeck und Marcus Ingvartsen.

Beide Teams starteten vorsichtig und hatten Probleme im Spielaufbau. In einer Partie ohne hohes Tempo kamen die Eisernen nach neun Minuten zur ersten Chance. Nach einem langen Ball vergab Marcus Ingvartsen frei vor Timo Horn.

Die Kölner suchten ihren Zielspieler Sebastian Andersson, fanden ihn jedoch nur selten. Nach einer Ecke geriet der Kopfball des Schweden zu ungenau (14.).

Es waren dann erneut die Patzer in der FC-Defensive, die dem Gegner ein Tor ermöglichten. Mere verlor nach einem langen Ball das Kopfballduell, Marius Wolf und Rafael Czichos waren sich nicht einig und Berlins Awoniyi schob zum 0:1 ein (27.).

Die Startelf des 1. FC Köln

So ging der 1. FC Union Berlin in das Spiel

Max Kruse verwandelt Foulelfmeter für den 1. FC Union Berlin im zweiten Versuch

Unions Max Kruse (r.) bejubelt sein Tor zum 1:2 neben Kölns Torwart Timo Horn.
Unions Max Kruse (r.) bejubelt sein Tor zum 1:2 neben Kölns Torwart Timo Horn.  © Thilo Schmuelgen/Reuters Images Europe/Pool/dpa

Die Gastgeber fanden jedoch die richtige Antwort. Ellyes Skhiri wuchtete einen Freistoß von Ondrej Duda zum Ausgleich in die Maschen (39.). Mit einem aus Kölner Sicht etwas schmeichelhaften Remis ging es in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich kaum etwas am Spielverlauf. Union blieb das etwas bessere Team, aber beide Mannschaften scheuten das Risiko.

Auf der anderen Seite war von Max Kruse kaum etwas zu sehen. Der Offensivspieler war durch die Kölner Manndeckung quasi abgemeldet.

Offensiv blieben die Geißböcke aber weiterhin vieles schuldig. Aufgrund vieler Ballverluste und kaum gelungener Kombinationen gab es keine weiteren Torchancen.

Nach einer guten Stunde hatte Köln Glück, dass der bereits verwarnte Duda keinen Platzverweis erhielt. Der Slowake wurde kurz danach ebenso wie Dominick Drexler ausgewechselt und positionsgetreu durch Elvis Rexhbecaj und Dimitrios Limnios ersetzt.

Die Köpenicker waren dem Führungstreffer aber näher. Nach 71 Minuten wurden die Gäste dann belohnt. Nach einem Foul von Salih Özcan an Ingvartsen erzielte Kruse das 1:2 im Nachschuss (72.). Horn hatte den sechsten Foulelfmeter gegen die Kölner zunächst pariert.

Schlussoffensive des 1. FC Köln wird nicht belohnt

Union Berlin feierte in Köln bereits den vierten Saisonsieg.
Union Berlin feierte in Köln bereits den vierten Saisonsieg.  © Thilo Schmuelgen/Reuters Images Europe/Pool/dpa

Der FC setzte zur Schlussoffensive an und erhöhte das Risiko. Es blieb jedoch bei Torannäherungen.

Bis auf eine folgenlose Rudelbildung (85.) hatte das Spiel dann nur noch einen Kölner Lattenkracher in der Nachspielzeit zu bieten.

Während Union Berlin mit dem Sieg auf Platz fünf klettert, bleibt der 1. FC Köln auch im 18. Spiel in Folge sieglos.

Die Einstellung des Vereinsrekords bedeutet Platz 17. In dieser Liga ist derzeit nur der FC Schalke 04 schlechter.

Am kommenden Spieltag stehen die Kölner vor einer schweren Aufgabe in Dortmund. Union empfängt die schwächelnden Freiburger und könnte sich mit einem weiteren Erfolg im oberen Tabellendritten festsetzen.

Titelfoto: Thilo Schmuelgen/Reuters Images Europe/Pool/dpa

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