1. FC Köln: Joker retten Punkt gegen Düsseldorf

Köln – Das 2:2 des 1. FC Köln gegen Fortuna Düsseldorf sorgte bei Trainer Markus Gisdol für "gemischte Gefühle". Ein Lob gab es für zwei Joker.

Terodde und Drexler feiern mit Cordoba dessen Treffer zum späten 2:2.
Terodde und Drexler feiern mit Cordoba dessen Treffer zum späten 2:2.  © Thilo Schmuelgen/Reuters-Pool/dpa

Nach 90 Minuten war dem FC auch im zweiten Heimspiel ohne Kulisse kein Sieg gelungen. Der späte Treffer von Jhon Corodoba (90.) sorgte erneut für ein 2:2, wie in der Woche zuvor auch schon gegen Mainz.

Für Trainer Gisdol ist dieser Punkt "Gold wert", da einige Konkurrenten im Abstiegskampf an diesem Spieltag punkten konnten.

Gisdol lobte Gegner Düsseldorf, der sein Team gut gelesen und damit für Schwierigkeiten gesorgt habe: "Wir waren zu leichtfertig." Damit dürfte der Coach auf die vielen Fehler seiner Spieler durch das frühe Pressing des Gegners anspielen. Ein riskanter Pass des jungen Katterbach hatte so auch das 0:1 durch Karaman verursacht (41.).

Leider zeigte sich Köln am Sonntagabend aber auch offensiv lange Zeit sehr harmlos. Bezeichnend dafür: den ersten richtigen Torschuss gab Florian Kainz erst nach 51 Minuten ab.

Als dann auch noch Mark Uth einen Foulelfmeter verschoss (59.), wechselte Köln gleich dreimal. Drexler, Mére und Modeste kamen und Köln agierte nun offensiver in einem 3-5-2.

Statt 1:1 stand es dann aber plötzlich 0:2, als Düsseldorfs Thommy nach einem Konter für die vermeintliche Vorentscheidung sorgte.

Kölner Kopfballstärke: Modeste und Cordoba treffen

Gegen Düsseldorf gelangen Köln die Kopfballtore 13 und 14.
Gegen Düsseldorf gelangen Köln die Kopfballtore 13 und 14.  © Thilo Schmuelgen/Reuters-Pool/dpa

Köln zeigte im Anschluss immer noch keine gute Leistung, gab sich aber nicht auf. Gisdol lobte die Reaktion: "Wir sind stabil geblieben."

Letztlich waren die Joker und eine Kölner Stärke dann ausschlaggebend für den Punktgewinn. Zweimal schlug Drexler gute Flanken in den Strafraum, die erst Modeste und dann Cordoba zu Treffern per Kopf nutzen konnten. Köln kommt nun insgesamt auf 14 Kopfballtreffer - ligaweit ist das der Bestwert.

Gisdol lobte Modeste, der lange auf seine Chance hatte warten müssen: "Als er auf den Platz kam, hat man sofort gemerkt, dass er heute was bewegen will. Das war ein positiver Aspekt aus dem Spiel." Modeste hatte auch zuvor mit einem Seitfallzieher und einem Fallrückzieher für Gefahr vor dem Düsseldorfer Tor gesorgt.

Auch Drexlers "spielentscheidende Situationen" (zuletzt drei Vorlagen in zwei Spielen) erwähnte der Trainer positiv.

Gisdol möchte die positiven Dinge mit in die nächsten Spiele transportieren: "Wir müssen die Energie aus dem Spiel mitnehmen. Der Punkt ist für die Moral unglaublich wichtig."

Für ihn und sein Team steht in der Englischen Woche bereits am Mittwoch (20.30 Uhr) das Auswärtsspiel in Hoffenheim an. "Es wird spannend für alle Mannschaften, nach so einer kurzer Start-Phase mit wenigen Einheiten in die Englische Woche zu gehen", sagte Gisdol. Immerhin könne man personell "aus dem Vollen schöpfen".

Titelfoto: Thilo Schmuelgen/Reuters-Pool/dpa

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