1. FC Köln kassiert im Relegationsspiel gegen Holstein Kiel bittere Hinspiel-Pleite

Köln - Jetzt heißt es: Gewinnen im Rückspiel an der Ostsee! Im Relegationsspiel des 1. FC Köln gegen Holstein Kiel stehen die Geißböcke nach dem 0:1 für die Gäste vor dem siebten Abstieg aus der Bundesliga. Für Kiel ist der erstmalige Aufstieg derweil zum Greifen nahe.

Kiels Abwehrspieler Simon Lorenz (19) erzielt im Relegationsspiel gegen den 1. FC Köln das 0:1.
Kiels Abwehrspieler Simon Lorenz (19) erzielt im Relegationsspiel gegen den 1. FC Köln das 0:1.  © Rolf Vennenbernd/dpa pool/dpa

Der Zweitligist, der der erste Bundesligist aus Schleswig-Holstein werden könnte, gewann das umkämpfte Relegations-Hinspiel am Mittwoch in Köln mit 1:0 und hat damit eine glänzende Ausgangsposition für das Rückspiel am Samstag in Kiel.

Den Treffer für die nach einem Mammutprogramm in Folge zweier Corona-Quarantänen körperlich arg strapazierten Störche erzielte Abwehrspieler Simon Lorenz mit seinem ersten Ballkontakt 20 Sekunden nach der Einwechslung (59.).

Die Kölner hatten nach dem gerade noch gesicherten Sprung auf Rang 16 nach außen Selbstvertrauen demonstriert, ließen dem aber kaum Taten folgen.

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Rund ums Stadion war es diesmal zunächst ruhiger als vor dem Schalke-Spiel am Samstag.

Obwohl während des Spiels Sirenen, Hubschrauber und Durchsagen via Megafon zu hören waren und vereinzelt Pyrotechnik gezündet wurde, blieb es nach Polizeiangaben bis zum Schlusspfiff insgesamt friedlich.

Anfangself des 1. FC Köln für das Relegationsspiel gegen Holstein Kiel

Startformation von Holstein Kiel gegen den 1. FC Köln

Fans des 1. FC Köln begrüßen die Geißböcke vor dem Relegationsspiel gegen Holstein Kiel

Die Fans des 1. FC Köln begrüßen ihre Geißböcke lautstark zum Relegationsspiel gegen Holstein Kiel.
Die Fans des 1. FC Köln begrüßen ihre Geißböcke lautstark zum Relegationsspiel gegen Holstein Kiel.  © Federico Gambarini/dpa

Bei Kiel rutschte die Kölner Leihgabe Niklas Hauptmann im Spiel bei seinem Stammverein für den gesperrten Alexander Mühling in die Startelf. Zudem stellte Trainer Ole Werner wieder Ioannis Gelios ins Tor.

Der eigentliche Stammkeeper war sechs Spiele wegen einer Corona-Infektion ausgefallen und in den beiden Spielen danach zunächst nicht wieder ins Tor zurückkehrt, "weil wir einen guten Rhythmus hatten", so Werner im Streamingdienst DAZN. Nun wechselte er doch, "weil wir zuletzt das Spielglück nicht mehr hatten".

Bei Köln schaffte der an dauerhaften Kniebeschwerden leidende Stürmer Sebastian Andersson in den Kader. Laut Sportchef Horst Heldt hatte der FC den Plan, "von Anfang an Gas zu geben".

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Doch der Favorit kam zunächst überhaupt nicht in die Gänge, wirkte nervös und fahrig und agierte viel zu passiv.

Der Zweitligist war besser und hatte durch Finn Porath (12.) und Hauptmann (18.) auch die ersten Chancen.

Holstein Kiels Janni Serra köpft den Ball in der 78. Minute an den Pfosten

Kölns Mittelfeldkante Ellyes Skhiri (r.) und Kapitän Jonas Hector (l.) reagieren nach einer verpassten Chance entsetzt.
Kölns Mittelfeldkante Ellyes Skhiri (r.) und Kapitän Jonas Hector (l.) reagieren nach einer verpassten Chance entsetzt.  © Ina Fassbender/AFP Pool/dpa

Es war wieder Kapitän Jonas Hector, der die Kölner aus der Lethargie weckte. Erst wurde sein Schuss aus spitzem Winkel nach eigener Balleroberung aufs Tornetz abgefälscht (30.).

Bei der nachfolgenden Ecke hatten die Kieler Glück, dass Schiedsrichter Felix Zwayer beim Zweikampf zwischen Hector und Gelios ein Foulspiel sah. Ebenso wie bei einem rotwürdigen Foul von Aleksandar Ignjovski gegen Ondrej Duda (45.). Nun drückte Köln, Duda (45.+2) kam dem Tor am nächsten.

Auch nach dem Wechsel schien Köln erst am Drücker, doch dann brachte Werner Lorenz und der traf nach der direkt folgenden Ecke per Kopf. Nach 65 Minuten brachte FC-Coach Friedhelm Funkel dann Andersson. Doch Kiel blieb weiter gefährlich.

In der 78. Minute köpfte Janni Serra den Ball an die Latte des Kölner Tores. Anschließend verteidigte der Zweitligist vielbeinig den knappen Vorsprung.

Titelfoto: Ina Fassbender/AFP Pool/dpa

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