1. FC Köln: Luca Kilians Spiel gegen "seinen" Verein und um die eigene Zukunft!

Köln - Er spielt quasi gegen seine Mannschaftskollegen, allerdings kann es sein, dass er nie mehr mit ihnen gemeinsam in einer Kabine sitzt und ein Spiel bestreitet. Die Rede ist von Luca Kilian (22), der für den 1. FC Köln aufläuft und bis zum Ende der Bundesliga-Saison von Mainz 05 ausgeliehen ist. Die Kölner besitzen darüber hinaus noch eine Kaufoption.

Hart gegen sich und den Gegner: Luca Kilian (22/r.) kommt sehr über seine Physis ins Spiel.
Hart gegen sich und den Gegner: Luca Kilian (22/r.) kommt sehr über seine Physis ins Spiel.  © Marius Becker/dpa

Am Sonntag (DAZN, 17.30 Uhr) treten die Geißböcke bei den Mainzern an.

Beim FC will Kilian das schaffen, was ihm bei den Mainzern verwehrt blieb: der Durchbruch in der Bundesliga.

Denn für die 05er stand der Innenverteidiger insgesamt nur sieben Mal in der deutschen Eliteliga auf dem Rasen. Dabei kam er im Sommer 2020 mit großen Vorschusslorbeeren vom damaligen Bundesliga-Absteiger SC Paderborn zum FSV.

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Doch es sollte nicht wirklich klappen. Nach einem verkorksten ersten Jahr mit wenig Spielzeit und kleineren Verletzungen lief Spielzeit Nummer Zwei noch bescheidener.

Eine hartnäckige Oberschenkelverletzung und zudem auch noch eine Lebensmittelvergiftung ließen ihn zum Zuschauen verdammen, als die Mainzer in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit doch noch furios den Klassenerhalt schafften.

Damit war die Ausgangslage für diese Spielzeit für den 1,92-Meter-Mann wieder nicht ideal. Denn FSV-Trainer Bo Svensson (44) baute weiter auf seine etablierten Abwehrkräfte.

Deswegen wollte Kilian weg, da kam das Leih-Angebot vom FC zum passenden Zeitpunkt.

Ihn zog es ans Geißbockheim zu seinem früheren Förderer Steffen Baumgart (49), der ihn bereits in Paderborn trainierte. "Er musste mich sicher nicht überreden, nach Köln zu kommen", sagte Kilian im September wenige Tage nach seinem Wechsel an den Rhein.

Luca Kilian möchte sich einen Stammplatz im Abwehrzentrum erspielen

Luca Kilian (22) wurde bei Borussia Dortmund fußballerisch ausgebildet. Sein Opa Amand Theis (72) war ebenfalls Fußballprofi, er absolvierte 296 Bundesligapartien.
Luca Kilian (22) wurde bei Borussia Dortmund fußballerisch ausgebildet. Sein Opa Amand Theis (72) war ebenfalls Fußballprofi, er absolvierte 296 Bundesligapartien.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Seit dem 3. Spieltag zählt der Mann aus dem Ruhrgebiet mittlerweile zum Kölner Kader und sammelte sieben Bundesliga-Einsätze. Somit hat er die Zahl an Spielen, die er für Mainz absolvierte, nach drei Monaten in Köln bereits erreicht.

Ein absolut solider Einstand, dennoch hat Kilian sich noch nicht komplett einen Stammplatz erarbeitet, da alle vier Innenverteidiger des FC unter Baumgart ihre Spielzeit bekommen.

Dass der 22-Jährige allerdings aufgrund seiner Robustheit, Kopfballstärke und auch seines guten Tempos durchaus die Qualitäten eines Abwehrchefs mitbringt, steht außer Frage. Bei einer entsprechend guten Entwicklung in den kommenden Monaten dürften die Kölner definitiv die Kaufoption in Höhe von rund zwei Millionen Euro ziehen.

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Kilian könnte ein wichtiger Eckpfeiler sein und für die Zukunft des 1. FC Köln stehen. Ein junger, talentierter Spieler, der bei entsprechender Entwicklung sogar mit Gewinn weiterverkauft werden kann.

Aber soweit ist es im Fall Kilian noch längst nicht. Erstmal gilt es, sich aus seiner Sicht fast "unverzichtbar" im Abwehrzentrum zu machen. Eine gute Leistung bei "seinem" Verein Mainz 05 wäre ein weiterer Schritt in diese Richtung.

Titelfoto: Bildmontage: Marius Becker/dpa

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