1. FC Köln mit Finanznöten vor "extremen" Herausforderungen in den nächsten Jahren!

Berlin - Der 1. FC Köln steht nach Aussage von Geschäftsführer Christian Keller (43) in den kommenden Jahren weiter vor "extremen" finanziellen Herausforderungen.

Christian Keller hat seit dem 1. April die Zahlen am Geißbockheim im Blick.
Christian Keller hat seit dem 1. April die Zahlen am Geißbockheim im Blick.  © Marius Becker/dpa

"Wir haben eine In­fra­struk­tur, die war in den 60er-Jahren mal top im deutschen Fußball. Mittlerweile gibt es Drittligisten, die besser aufgestellt sind als wir", sagte Keller im Interview des "Sportbuzzer" am heutigen Samstag.

Der 43-Jährige hatte am 1. April das Amt des Geschäftsführers Sport bei den finanziell angeschlagenen Rheinländern übernommen und den FC bei der Mitgliederversammlung als "Sanierungsfall" bezeichnet.

"Ich habe nur eine Bestandseinschätzung abgegeben, das hatte nichts mit Kritik zu tun. Wir wissen alle, dass die Pandemie jedem Fußballklub sehr geschadet hat. Als neue Geschäftsführung ist es unsere Pflicht, ein klares Erwartungsmanagement abzubilden und eine klare Erwartungshaltung zu schaffen", erklärte Keller, der dasselbe in der freien Wirtschaft tun würde.

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"Also zunächst Bestandsaufnahme, um dann in Ruhe zu überlegen, mit welchen Strategien wir das Ruder rumreißen können. Bis diese Maßnahmen greifen, kann es aber etwas dauern."

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Fehlende Mittel Grund für zurückhaltende Transfer-Aktivitäten

Ondrej Duda (l.) bescherte dem Effzeh dank seines goldenen Treffers beim 1. FC Slovacko nun ein Endspiel um den Einzug in die K.O.-Phase der Conference League.
Ondrej Duda (l.) bescherte dem Effzeh dank seines goldenen Treffers beim 1. FC Slovacko nun ein Endspiel um den Einzug in die K.O.-Phase der Conference League.  © Glück Dalibor/CTK/dpa

Auch aufgrund der limitierten Mittel habe man im Sommer nur beschränkt auf dem Transfermarkt agieren können: "Weil es finanzwirtschaftlich nicht anders ging." Geld erhöhe zwar die Wahrscheinlichkeit auf Tore, "schießt aber erfreulicherweise nicht alleine welche".

Es komme auch auf Faktoren wie eine klare Spielidee, ein funktionierendes Kollektiv und eine klare Mannschaftsführung an. "Diese weichen Faktoren können monetäre Rückstände, die dazu führen, dass man nicht die höchste individuelle Spielerqualität rekrutieren kann, ein Stück weit wettmachen. Ganz ohne Talent geht es aber natürlich nicht. Und das haben wir erfreulicherweise in unserem Kader. Trotzdem gibt es Klubs, die noch höher veranlagte Spieler haben", sagte Keller.

Schon am morgigen Sonntag (19.30 Uhr) und damit nur 54 Stunden nach dem verlegten Duell in der UEFA Conference League gegen den 1. FC Slovacko (1:0) empfangen die Geißböcke die TSG 1899 Hoffenheim im RheinEnergieSTADION.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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