1. FC Köln gegen Holstein Kiel in der Relegation ohne Fans

Köln - Der 1. FC Köln kämpft in der Relegation gegen die Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900, kurz Holstein Kiel, um den Verbleib in der 1. Bundesliga.

Am Samstag feierten die Kölner noch den knappen Sieg gegen Schalke 04. Am Mittwoch müssen sie in die Relegation gegen Holstein Kiel.
Am Samstag feierten die Kölner noch den knappen Sieg gegen Schalke 04. Am Mittwoch müssen sie in die Relegation gegen Holstein Kiel.  © Thilo Schmuelgen/Reuters-Pool/dpa

Holstein Kiel hatte am Sonntag den direkten Aufstieg in die Bundesliga verpasst. Die KSV beendet die Saison 2020/21 als Dritter, weil sie beim Spiel gegen SV Darmstadt 98 mit 2:3 verlor.

Für den 1. FC Köln stehen somit zwei harte Relegationsspiele gegen die Holsteiner an.

Das erste Spiel findet am Mittwoch (18.30 Uhr/DAZN) in Köln statt, das entscheidende Rückspiel am Samstag (18 Uhr/DAZN) in Schleswig-Holstein.

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Für Kölns Trainer Friedhelm Funkel (67) sind es die letzten Spiele seiner langen Karriere. Dabei geht es für den erfahrenen Mann und seine Mannschaft mit Kapitän Jonas Hector (30) um den Liga-Verbleib. Ein Abstieg wäre dramatisch.

Doch Funkel hat Respekt vor Holstein Kiel, die vom 33-jährigen Ole Werner trainiert werden: "Kiel ist eine spielstarke Mannschaft, die dieses Jahr schon bewiesen hat, dass sie gegen Bundesligateams bestehen kann. Das hat man im Pokal gegen Bayern gesehen."

Kiels Trainer Ole Werner ist erst 33 Jahre alt und könnte mit Holstein Kiel in die Bundesliga aufsteigen.
Kiels Trainer Ole Werner ist erst 33 Jahre alt und könnte mit Holstein Kiel in die Bundesliga aufsteigen.  © Frank Molter/dpa

1. FC Köln gegen Holstein Kiel: Für Funkel sind es die letzten Spiele

Kölns Trainer Friedhelm Funkel (67) steht vor seinen letzten Spielen als Trainer.
Kölns Trainer Friedhelm Funkel (67) steht vor seinen letzten Spielen als Trainer.  © Matthias Balk/dpa

Zum Trainer sagte Funkel: "Mit Ole Werner haben sie einen jungen sehr guten Trainer, der aus seinem Team in dieser Saison alles herausgeholt hat. Das werden zwei schwere Spiele."

Der Respekt ist also da, doch mehr Erfahrung hat eindeutig der Kölner Trainer.

Werner hat bislang nur Jugend und Zweitvertretung der Kieler trainiert, seit Oktober 2019 führt er die erste Mannschaft.

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Während Funkel mehr als doppelt so alt ist wie der Trainer der Kieler Störche, haben die Kieler noch Fin Bartels (34) als erfahrenes Eigengewächs im Kader stehen.

Seine Routine könnte den Norddeutschen helfen, mit Ruhe auf dem Kölner Rasen zu bestehen.

"Sie haben eine sehr gute Mannschaft. Nichtsdestotrotz wollen wir an unsere starken Leistungen der letzten Wochen anknüpfen und auch gegen Kiel zwei gute Spiele machen, um in der Liga zu bleiben", sagte FC-Geschäftsführer Horst Heldt (51).

Update, 22.13 Uhr: Keine Fans gegen Kiel

Einen besonderen Motivationsschub durch Zuschauer im Stadion wird es für die Kölner aber nicht geben. "Es gab einen sehr guten Austausch mit der Stadt Köln und unserem Gesundheitsamt. In diesem Zusammenhang möchte ich mich ausdrücklich für die Unterstützung von Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Stadtdirektorin Andrea Blome bedanken. Da die Inzidenz nicht permanent unter 100 lag, greift nach wie vor die Bundesnotbremse. Das akzeptieren wir", sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle (46) dem "Express" und dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Zuvor hatte ein Vorstoß des Kölner CDU-Partei- und Fraktionschefs Bernd Petelkau den FC auf Zuschauer hoffen lassen. Weil der Wert nur an einzelnen Tagen knapp über 100 lag, war eine Ausnahmegenehmigung angedacht worden. "Die Inzidenzzahlen in Köln sinken, auch wenn es einen Ausrutscher über 100 gab. Es wäre ungerecht, wenn ein Gegner von Zuschauern unterstützt werden könnte, der FC aber nicht", hatte Petelkau, der auch Mitglied des Landtags ist, der "Bild" gesagt. Die Stadt profitiere davon, wenn der Verein erstklassig bleibe.

Der CDU-Politiker erklärte, mit Zuschauern im Stadion habe man "die Fans besser unter Kontrolle und könne so Ausschreitungen wie am Samstag besser verhindern."

Rund um das letzte Bundesliga-Spiel gegen Schalke war es zu Ausschreitungen vor dem Stadion gekommen.

Titelfoto: Frank Molter/dpa / Matthias Balk/dpa

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