1. FC Köln: Salih Özcans magischer Derby-Tag in Müngersdorf!

Köln - Auf dieses Spiel hatte Salih Özcan (24) lange gewartet: Der U21-Europameister drückte beim 4:1-Derbysieg des 1. FC Köln über Borussia Mönchengladbach dem Spiel seinen Stempel auf. In dieser Form ist der Mittelfeldspieler nicht aus der Elf von Trainer Steffen Baumgart (49) wegzudenken.

Bereit zum Jubel: Salih Özcan (24/r.) feiert mit Dejan Ljubicic (24) das 1:0.
Bereit zum Jubel: Salih Özcan (24/r.) feiert mit Dejan Ljubicic (24) das 1:0.  © Marius Becker/dpa

Zwar schoss Özcan nicht wie vergangene Woche bei der Partie in Mainz einen Treffer, er legte leistungsmäßig dennoch eine Schippe drauf.

Denn der physisch starke Spieler war im Mittelfeld überall zu finden, kurbelte zahlreiche Angriffe an, eroberte enorm viele Bälle und leitete zudem die Treffer zum 1:0 und 4:1 ein.

Keine Frage, Özcan machte im Dress der Geißböcke wohl noch nie ein besseres Spiel. Nicht zuletzt dank Steffen Baumgart, der Özcan davon überzeugte, im Sommer einen neuen Vertrag am Geißbockheim zu unterzeichnen.

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Obwohl der Start in die Saison für den 24-Jährigen eher zäh war und er sich im Mittelfeld hinter Dejan Ljubicic (24) und Ellyes Skhiri (26) anstellen musste, war er stets nah dran am Team.

Seine Chance sollte kommen, als Skhiri verletzungsbedingt ausfiel. Doch die erste Gelegenheit setzte Özcan in den Sand, ging wie das gesamte Team beim 0:5 in Hoffenheim unter.

Doch seitdem blieb der Ur-Kölner in der Startelf. Und mit jedem weiteren Einsatz von Beginn wurde die Brust des zentralen Mittelfeldspielers breiter.

Den zwischenzeitlichen Höhepunkt der aufsteigenden Leistungskurve markierte Özcans erstes Bundesligator in der vergangenen Woche. Mit der Leistung vom Samstag setzte er allerdings noch deutlich einen drauf.

Auch Baumgart sang eine Lobeshymne auf die Kampfmaschine: "Ich stelle ungern einen Spieler heraus, heute muss ich es tun. Salih Özcan hat eine überragende Leistung gezeigt."

Salih Özcan teilt seine Freude über den Derbysieg per Instagram mit

FC-Formation im Mittelfeld auch mit Skhiri, Ljubicic und Özcan möglich

Zudem zeigte sich in dem Spiel gegen Mönchengladbach, dass Özcan nicht nur spielt, wenn Ljubicic oder Skhiri ausfallen. Die drei Akteure harmonierten im Mittelfeld, Ljubicic wich aufgrund Skhiris Rückkehr auf die linke Mittelfeldposition und war als unermüdlicher Anläufer und Pressingmaschine immens wichtig.

Skhiri gab wie gewohnt den zuverlässigen Abräumer und sicherte so Özcan ab, der dadurch viele Freiheiten nach vorne hatte. Unnötige Ballverluste, die sich sonst in sein Spiel einschleichen, waren an diesem Samstag Mangelware.

Sollte Özcan diese Leistung beibehalten können, wird er endlich eine beständige Größe beim 1. FC Köln. Endlich, weil Özcan schon seit Jahren als großes Versprechen gilt. Unter Baumgart zeigt er jetzt, wie wichtig er für diesen Verein noch werden kann!

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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