1. FC Köln: Scheidender Finanzboss Wehrle ruft Klub zum Sparen auf

Köln – Noch-Geschäftsführer Alexander Wehrle (46) hat den 1. FC Köln zu einem schmerzhaften Sparkurs ermahnt.

FC-Finanzboss Alexander Wehrle (46) wird im April Vorstandsboss beim VfB Stuttgart.
FC-Finanzboss Alexander Wehrle (46) wird im April Vorstandsboss beim VfB Stuttgart.  © David Inderlied/dpa

"Die nächsten Jahre müssen wir den Gürtel enger schnallen", sagte Wehrle im Interview des Kölner Stadt-Anzeigers, das am Freitagabend veröffentlicht wurde.

Dabei wird der 46-Jährige den FC bereits spätestens im April verlassen und zum Liga-Konkurrenten VfB Stuttgart wechseln.

Grund für Wehrles Prognose ist die Coronavirus-Pandemie, durch die der FC bereits "85 Millionen Euro Umsatz verloren" habe.

Erst Elfer-Glück, dann Elfer-Drama: Achtelfinal-Fluch des 1. FC Köln geht weiter!
1. FC Köln Erst Elfer-Glück, dann Elfer-Drama: Achtelfinal-Fluch des 1. FC Köln geht weiter!

"Wir müssen bereits jetzt eine Landesbürgschaft zurückführen, haben erhebliches Fremdkapital angesammelt und mussten künftige Sponsoring-Einnahmen vorziehen", sagte Wehrle, der zudem kein Verständnis für die aktuellen Corona-Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen hat.

Dass die Kölner am Samstag gegen den FC Bayern München (15.30 Uhr) wieder vor Zuschauern – allerdings nur 750 – spielen dürfen, sorgt für Unverständnis bei Wehrle. Die sei "völlig unverhältnismäßig". "Wir haben ein schlüssiges, seit Monaten bewährtes Hygienekonzept. Dann möchte ich mal rational erklärt bekommen, warum es nicht möglich sein soll, mindestens 15.000 Zuschauer zuzulassen", sagte Wehrle weiter.

In den vergangenen Tagen hatten sich bereits einige Klub-Funktionäre aus Nordrhein-Westfalen ähnlich geäußert.

Titelfoto: David Inderlied/dpa

Mehr zum Thema 1. FC Köln: