Köln-Trainer Friedhelm Funkel: Zwei Ausland-Klubs warben um ihn

Köln – Er hatte zwei Angebote aus der Türkei und China: Der neue Cheftrainer des 1. FC Köln, Friedhelm Funkel (67), hat nach seinem Bundesliga-Aus bei Fortuna Düsseldorf vor 15 Monaten die Gelegenheit ausgeschlagen, ins Ausland zu gehen.

Kölns Neu-Trainer Friedhelm Funkel (67) hat sich nicht von Angeboten aus der Türkei und China ins Ausland locken lassen.
Kölns Neu-Trainer Friedhelm Funkel (67) hat sich nicht von Angeboten aus der Türkei und China ins Ausland locken lassen.  © Federico Gambarini/dpa

"So weit weg zu sein von meiner Heimat, vom Niederrhein – das ist einfach nichts für mich", sagte Funkel der Kölnischen Rundschau.

Der 67-Jährige hatte eigentlich seine Trainer-Karriere beendet, doch durch die Corona-Pandemie überlegte er es sich anders: "Die Freizeitmöglichkeiten zu Hause sind Corona-bedingt nun mal geringer geworden. Freunde kann ich auch nicht mehr treffen. Und meine Frau ist berufstätig, sie ist fast den ganzen Tag weg."

Statt angedachte Auslandsreisen nach Neuseeland, Namibia oder Botswana ist es nun wieder Köln geworden, wo er von Februar 2002 bis Oktober 2003 bereits gearbeitet hatte.

"Ich liebe das Leben hier in Köln und beim FC und habe mich hier immer wohl gefühlt. Es gibt viele ehemalige Spieler, ungefähr in meinem Alter, mit denen ich zwischendurch immer wieder Kontakt habe. Und natürlich liebe ich den Karneval, der mich eng mit Köln verbindet", betonte der gebürtige Neusser.

Friedhelm Funkel lobt seinen FC-Vorgänger Markus Gisdol

Seinem Vorgänger Markus Gisdol (51) sprach Funkel ein Lob aus: "Markus hat gute Arbeit geleistet. Die Mannschaft ist topfit und versucht alles. Er hatte nicht das Quäntchen Glück – und eben verletzte Spieler. Wie souverän er in der Öffentlichkeit mit der Situation und all den Rückschlägen umgegangen ist, finde ich wahnsinnig toll."

Funkel startet am Samstag (18.30 Uhr) mit dem Spiel bei Bayer 04 Leverkusen in seine Rettermission. Der FC liegt aktuell auf dem vorletzten Platz.

Titelfoto: Montage: Federico Gambarini/dpa

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