1. FC Köln und Hertha BSC mit Bundesliga-Grottenkick!

Köln - So ein Spielverlauf war nach den vorangegangenen Wochen zu befürchten! Der 1. FC Köln und Hertha BSC haben sich am 16. Bundesliga-Spieltag in einem Grottenkick 0:0 getrennt.

Kölns Linksverteidiger Jannes Horn (l.) schirmt den Ball vor Herthas Rechtsverteidiger Peter Pekarik ab.
Kölns Linksverteidiger Jannes Horn (l.) schirmt den Ball vor Herthas Rechtsverteidiger Peter Pekarik ab.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Geißböcke warten nun schon seit 14 Partien und elf Monaten auf den Heimsieg und liegen weiter auf dem Abstiegsrelegationsplatz.

Zudem ist der FC nun seit fünf Begegnungen bzw. 485 Minuten ohne Tor. Trainer Markus Gisdol, der von Sportchef Horst Heldt im Vorfeld nur eine Job-Garantie für dieses Match bekam, steht damit weiter heftig unter Druck.

Der nimmt auch auf seinen Berliner Kollegen Bruno Labbadia zu, der den Erwartungen weiter hinterherhinkt. Er war vor Gisdols Amtsantritt im November 2019 der Wunsch-Kandidat des FC.

Die Hertha hat nur eines der letzten sechs Spiele gewonnen, der Vorsprung auf den FC beträgt weiter nur fünf Punkte, der ersehnte Europacup-Platz ist dagegen schon neun Zähler entfernt.

Für beide war es erst der Start in die Wochen der Wahrheit, denn auch bei den kommenden Aufgaben warten direkte Konkurrenten: Köln spielt nacheinander auf den FC Schalke 04, bei der TSG 1899 Hoffenheim und gegen Arminia Bielefeld, die Hertha empfängt in der Englischen Woche Hoffenheim und den SV Werder Bremen.

Personell reagierten beide Trainer komplett unterschiedlich auf die Enttäuschung des vergangenen Wochenendes. Während Gisdol nach dem 0:5 beim SC Freiburg fünf Spieler und damit fast die halbe Mannschaft austauschte, gab Labbadia allen die Chance zur Wiedergutmachung.

Startformation des 1. FC Köln gegen Hertha BSC

Anfangself von Hertha BSC beim 1. FC Köln

1. FC Köln im Glück: Herthas Matteo Guendouzi trifft nur den Pfosten!

Der Ex-Kölner Jhon Cordoba (l.) im Duell mit Kreativspieler Dominick Drexler (M.).
Der Ex-Kölner Jhon Cordoba (l.) im Duell mit Kreativspieler Dominick Drexler (M.).  © Rolf Vennenbernd/dpa

Der einzige Wechsel war verletzungsbedingt, Krzystof Piatek ersetzte Marvin Plattenhardt. Dafür wechselte Labbadia die Garderobe: Der kamelfarbene Mantel, den er in den vergangenen Wochen stets getragen hatte, hatte als Glücksbringer ausgedient. Labbadia trug nun schwarz.

Beide Teams zeigten sich durchaus gewillt, ein Zeichen zu setzen. Spielerisch war die Partie jedoch schwere Kost, auch von den deutlich höher veranlagten Gästen.

Zur Pause zeigte die Bilanz beachtliche 6:5 Torschüsse, doch nur die wenigsten waren erwähnenswert. Die Hertha hatte noch die besseren Gelegenheiten. Krzystof Piatek scheiterte aber an Timo Horn (13.), Peter Pekarik zielte zu hoch (14.), Lucas Tousart schoss dem am Boden liegenden Pekarik in den Rücken (33.).

Die Kölner versuchten es häufiger als in den letzten Wochen über Außen, die zahlreichen Flanken fanden ohne Stoßstürmer aber selten Abnehmer. Die beste Chance hatte der später verletzt ausgewechselte Kapitän Jonas Hector mit einem Schuss ans Außennetz (45.+1).

Nach dem Wechsel wurde die Partie keineswegs besser. Marius Wolf vergab eine gute Kölner Chance (59.). Bei der Hertha kam Matheus Cunha (60.) und sorgte für vereinzelte spielerische Glanzlichter. Er bediente Piatek, der knapp verzog (74.) und Matteo Guendouzi, der den Pfosten traf (83.).

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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