1. FC Köln verbucht Millionenverluste, Eigenkapital fast weg!

Köln - Der Fußball-Bundesligist 1. FC Köln hat in der Corona-Pandemie hohe Umsatzverluste verzeichnet und nahezu die gesamten Eigenmittel aufgebraucht.

Die Kölner Mannschaft im RheinEnergie-Stadion im Frühling 2021.
Die Kölner Mannschaft im RheinEnergie-Stadion im Frühling 2021.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Wir hatten von März 2020 bis Juni 2021 coronabedingt einen Umsatzverlust von 66 Millionen Euro. Das Eigenkapital, das wir in den vergangenen Jahren mühsam auf 38,6 Millionen Euro aufgebaut haben, ist nahezu aufgebraucht", sagte Finanz-Geschäftsführer Alexander Wehrle (46) in einem Interview des Bonner General-Anzeiger (Montag-Ausgabe).

Wie bei allen anderen Vereinen haben die fehlenden Zuschauer-Einnahmen einen Großteil der Verluste ausgemacht.

Aber laut Wehrle habe es auch in den Bereichen Sponsoring, Merchandising, Catering und Events Verluste gegeben.

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Mit gezielten Maßnahmen habe man versucht, dagegen zu steuern, etwa mit Genussrechten.

Außerdem hat der dreimalige deutsche Meister im April einen Kredit von 20 Millionen Euro aufgenommen, der durch ein Bürgschaftsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen abgesichert ist.

Aktuell Einnahmen aus Spielerverkäufen

Momentan hat der 1. FC Köln Einnahmen in Millionenhöhe aus Spielertransfers erzielen können. Der belgische Abwehrspieler Sebastiaan Bornauw (22) wechselte zum VfL Wolfsburg. Dafür flossen laut Mediengerüchten etwa 14,5 Millionen Euro.

Ismail Jakobs (21) wechselte zum französischen AS Monaco. Nach "SPORT1"-Informationen haben die Kölner sieben Millionen Euro für den Transfer erhalten.

Aktuell steckt der 1. FC Köln in der Vorbereitung auf die nächste Bundesliga-Saison. Wie der genaue Kader dafür aussieht, soll in den nächsten besprochen werden.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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