1. FC Köln verliert gegen Union Berlin: Trainer und Spieler erklären die Fehler

Köln - Nach der 1:2-Niederlage des 1. FC Köln gegen Union Berlin zeigten sich der Kölner Trainer Markus Gisdol und etliche Spieler unzufrieden mit der Leistung.

Jonas Hector im Zweikampf.
Jonas Hector im Zweikampf.  © Martin Meissner/AP/Pool/dpa

Markus Gisdol sagte nach dem Spiel: "Wir sind ganz gut reingekommen. Wir haben am Anfang dominant gespielt, haben dann aber den Fehler gemacht, dass wir uns haben locken lassen, zu ungeduldig wurden und zu viele lange Bälle gespielt haben. Das mag Union. Dazu kam eine Unachtsamkeit beim Gegentor. Da ist ein bisschen Verunsicherung reingekommen. Unsere Burschen müssen daraus lernen, dass wir nicht ungeduldig werden."

Aus seiner Sicht hätte es am Ende fast noch gereicht. "Mit einer kniffligen Situation am Ende hätte es reichen können. Ich möchte den Schiedsrichter nicht ermahnen, wir hätten das vorher selbst regeln müssen."

Gisdol vom 1. FC Köln zeigte auch die Stärken der Berliner auf. "Der Gegner hatte mehr Spannung, für dieses wichtige Spiel haben wir zu wenig investiert. Ich habe gar keine Lust, die Saison irgendwie austrudeln zu lassen."

Klare Forderung von Gisdol an Spieler des 1. FC Köln

Mark Uth vom 1. FC Köln auf dem Rasen.
Mark Uth vom 1. FC Köln auf dem Rasen.  © Martin Meissner/AP/Pool/dpa

"Ich will, dass wir wieder mehr investieren in die Partien. Das können wir deutlich besser. Jeder Einzelne muss mehr liefern, mehr tun. Wir haben eine Verantwortung, der wollen wir zu hundert Prozent gerecht werden", forderte Gisdol von den Spielern des 1. FC Köln.

Pech hatten die Kölner bereits kurz vor Anpfiff. Jan Thielmann hatte sich beim Aufwärmen verletzt und die Kölner mussten kurzfristig ihre Aufstellung gegen die Berliner ändern.

Gisdol sagte zur Verletzung von Jan Thielmann: "Jan hatte beim Aufwärmen Adduktorenprobleme. Hat wohl einen falschen Schritt gemacht." 

"Genau wie Noah Katterbach, der einen unscheinbaren Schlag erhielt. Das Risiko war zu groß, da müssen wir die Verantwortung gegenüber den Burschen haben."

Uth verlangt Elfmeter, bekam ihn aber nicht

Kölns Mark Uth (l) und Unions Florian Hübner kämpfen um den Ball.
Kölns Mark Uth (l) und Unions Florian Hübner kämpfen um den Ball.  © Martin Meissner/AP/Pool/dpa

Die Kölner liefen im Spiel gegen Union Berlin insgesamt neun Kilometer weniger als der Konkurrent. Gisdol sagte hierzu: "Zum einen kann man das in Relation setzen zum Ballbesitz. Da hatten wir 60 Prozent, da läuft der Gegner mehr. Das ist mir nicht genug. Ich sehe schon, wo die Meter fehlen. Da sind überall ein paar Meter, die wir nicht machen. Wenn der Gegner neun Kilometer mehr läuft, ist das so, als wenn ein Mann mehr beim Gegner spielt. Das ist deutlich zu viel.

Mark Uth sprach nach dem Spiel über einen Elfmeter, der dem 1. FC Köln nicht gegeben wurde: "Wenn man es sieht, ist es meiner Meinung noch klarer, als ich es so gefühlt habe. Da musst Du meiner Meinung nach Elfmeter geben. Aber hat er sich nicht getraut. Ich stehe dort und werde einfach nur umgelaufen von hinten. Ich bin normalerweise niemand, der in der Presse irgendwas gegen den Schiedsrichter sagt, aber es war heute meiner Meinung nach keine gute Leistung."

Rafael Czichos (1. FC Köln) über die erste Halbzeit und die Niederlage: "Wir haben uns in der ersten Halbzeit träge machen lassen. Aber wir haben komplett das Tempo auf der Strecke liegen lassen. Wenn man gegen Union mit hohen Bällen agiert, sind sie richtig gut. Dann brauchen wir uns nicht wundern, wenn wir keine Siege mehr holen. Man hatte das gesamte Spiel nicht das Gefühl, dass wir frisch im Kopf sind. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen."

Er wollte das Spiel gewinnen: "So ein Spiel musst du zu Hause nicht verlieren. Insgesamt war das einfach zu wenig, das muss uns allen klar sein. Schwer zu erklären. Egal, was es ist. Egal, wie es ist. Es muss weg."

Czichos  sagte zum zurückgenommenen Handelfmeter nach seiner Abwehraktion: "Wenn das ein Elfer ist, darf ich als Verteidiger gar nichts machen."

Titelfoto: Martin Meissner/AP/Pool/dpa

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