FC-Vizepräsident nach Fan-Protesten einsichtig: "Da müssen wir besser werden"

Köln – Klare Ansage: Vor der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln am Donnerstag hat Vizepräsident Carsten Wettich angekündigt, dass der Vorstand des Bundesligisten künftig besser mit den FC-Fans kommunizieren will.

Fans des 1. FC Köln stehen hinter ihrem Verein, hatten zuletzt aber immer wieder die Kommunikation des FC-Vorstand kritisiert.
Fans des 1. FC Köln stehen hinter ihrem Verein, hatten zuletzt aber immer wieder die Kommunikation des FC-Vorstand kritisiert.  © Marius Becker/dpa

Während der Corona-Pandemie habe der Klub mit großen wirtschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen gehabt.

"Wir haben während dieser intensiven Arbeit, die von außen nicht so einsichtig ist, die Kommunikation mit den Mitgliedern und Fans etwas aus den Augen verloren und nicht immer die richtigen Formate gefunden", sagte Wettich der Kölnischen Rundschau. "Ganz klar, da müssen wir besser werden und wir wollen das auch."

Ein Ende der Pandemie und die Rückkehr der Fans zu Veranstaltungen würden dabei helfen.

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Spezielle Kritik war zuletzt an dem Kölner Fan-Beauftragten Rainer Mendel aufgekommen. FC-Fans hatten ihm ihr Vertrauen abgesprochen. Auch gegen den neuen "Leiter Medien und Kommunikation" hatte es Proteste gegeben, weshalb die Verantwortlichen letztendlich auf die Zusammenarbeit verzichteten.

Grundsätzlich müsse eine positive Fehlerkultur implementiert und dabei zwischen Populismus und berechtigter Kritik unterschieden werden, betonte Wettich.

Vizepräsident des 1. FC Köln will "Fehler nicht wiederholen"

"Aus dieser Kritik wollen wir unser Handeln ableiten und Fehler nicht wiederholen. Wir haben die hohe emotionale Komponente des FC nicht ausreichend bedient", sagte Wettich. Es brauche eine regelmäßige Kommunikation, "die den Klub für alle wieder anfassbar macht".

Bei der Mitgliederversammlung soll unter anderem der 2019 in den Vorstand gerückte Wettich bestätigt werden. Eine Prognose wollte der er im Interview nicht abgeben, er stelle sich der Entscheidung der Mitglieder.

Ein "starkes Votum" würde die Arbeit jedoch erleichtern. Sollte er nicht gewählt werden, würde er sofort aus dem Vorstand zurücktreten, kündigte Wettich an.

Die Mitgliederversammlung des "Effzeh" findet in diesem Jahr Corona-bedingt digital statt. Jeder, der eine FC-Mitgliedschaft besitzt, kann laut Verein von überall auf der Welt an der virtuellen Versammlung teilnehmen und sein Stimmrecht wahrnehmen.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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