Ärger um Hector-Tor für 1. FC Köln: Kohfeldt in Rage, Gisdol mit klarer Ansage

Köln – Es war die Erlösung für den 1. FC Köln. Doch wenn es nach Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt (38) geht, hätte der Ausgleichstreffer von Jonas Hector (30) zum 1:1 überhaupt nicht zählen dürfen.

Jonas Hector (30) hat gegen Werder Bremen den Ausgleichstreffer zum 1:1 für den 1. FC Köln erzielt.
Jonas Hector (30) hat gegen Werder Bremen den Ausgleichstreffer zum 1:1 für den 1. FC Köln erzielt.  © Rolf Vennenbernd/dpa

In der 83. Spielminute durfte der FC endlich wieder jubeln, als der Kapitän das Leder nach einem Patzer von Bremen-Keeper Jiri Pavlenka (28) einschob.

Dann jedoch der Schreckmoment für die Geißböcke: Der Video-Schiedsrichter überprüfte den Treffer - und gab Entwarnung. Für Werder-Coach Kohfeldt ein absolutes Unding.

Dieser wütete nach dem Abpfiff: "Aus meiner Sicht war der Kölner Ausgleich nicht regulär, weil Emmanuel Dennis (23) den Arm von Pavlenka wegdrückt. Und ein Torwart braucht beide Arme um den Ball zu fangen, dementsprechend war es für mich kein korrekter Treffer."

So waren Dennis und Pavlenka beide nach einer Flanke zum Ball hochgestiegen. Da der ausgestreckte Arm des Stürmers den des Torwartes traf, witterte Kohfeldt ein Vergehen.

"Ich bin der Meinung, dass das ein klares Foulspiel ist und deshalb der VAR eingreifen muss", beklagte sich der Werder-Trainer. Nach seiner Kenntnis habe Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck (34) lediglich auf Handspiel überprüft und das lag eben nicht vor.

Für Kohfeldt nicht genug: Das vermeintliche Foul müsse sich der Schiri einfach angucken, "da gibt es aus meiner Sicht keine Diskussion. Es geht gar nicht um eine Schutzzone für einen Torwart – sondern der Torwart darf im Strafraum die Hand nehmen, und wenn ihm die Hand weggedrückt wird, kann er den Ball nicht fangen."

Für Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt (38) handelt es sich bei dem Kölner Treffer um eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters.
Für Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt (38) handelt es sich bei dem Kölner Treffer um eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Darum zählte der Treffer des 1. FC Köln gegen Werder Bremen

Hector verteidigte derweil seinen Treffer und hielt dagegen: "Das müssen wir uns nicht anschauen, für mich war das kein Foul." Mitspieler Max Meyer (25) stimmte zu: "Außerdem war die Aktion außerhalb vom Fünfer."

Tatsächlich fällt bei der genauen Betrachtung der Szene auf, dass Dennis seinen Arm in der Sprungbewegung zum Kopfball hochzieht. Die Behinderung von Pavlenka, der sich selbst auch noch verschätzt, ist somit keine Absicht gewesen. "Dass Pavlenka nicht an den Ball kommt, weil da der Arm ist, macht es nicht irregulär", stellen auch die Regel-Experten von "Collinas Erben" bei Twitter klar.

Während Kohfeldt auf eine Fehlentscheidung pochte, nahm FC-Trainer Markus Gisdol (51) die Angelegenheit trotz Abstiegskampf gelassen: "Wenn der nicht reingegangen wäre, hätten wir ein anderes Tor geschossen." Das ist doch mal eine Ansage!

Titelfoto: Montage: Rolf Vennenbernd/dpa

Mehr zum Thema 1. FC Köln:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0