Anderssons Tor ist zu wenig: 1. FC Köln vergeigt Start gegen Hoffenheim

Köln – Köln bleibt ohne Fans sieglos! Die Treffer von Sebastian Andersson (22.) und Dominick Drexler (86.) reichten für den 1. FC Köln nur zu einem 2:3 im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim. Für die Gäste schnürte Andrej Kramaric (3./45. +3/90. +2) einen Dreierpack.

Kölns Neuzugang Sebastian Andersson (2. v. l.) traf direkt in seinem ersten Spiel zum 1:1 (22.).
Kölns Neuzugang Sebastian Andersson (2. v. l.) traf direkt in seinem ersten Spiel zum 1:1 (22.).  © Federico Gambarini/dpa

Köln ging mit vier Umstellungen in der Startelf ins Spiel, auch die Neuzugänge Sebastian Andersson (29) und Ondrej Duda (25) waren direkt mit dabei. 

Statt frischem Wind wurde der FC aber kalt erwischt. Ausgerechnet Kapitän Jonas Hector leistete sich nach nicht einmal drei Minuten einen Patzer, der in der Bundesliga fast immer bestraft wird. Sein Rückpass zu Torwart Timo Horn geriet zu kurz und ermöglichte Hoffenheim die Führung durch Kramaric (3.).

Es dauerte ein paar Minuten, bis sich die Gastgeber von dem frühen Schock erholten. Nach zwölf Minuten suchte Rechtsverteidiger Höger erstmals per Flanke Stürmer Andersson, erreichte ihn aber nicht.

Kurz danach konnten sich die Kölner gleich zweimal bei Keeper Horn bedanken, dass es kein zweites Gegentor gab. Der Torhüter rettete gegen Kramaric (17.) und Kaderabek (18.).

Die Geißböcke stellten dann aber den Spielverlauf auf den Kopf und kamen zum überraschenden Ausgleich. Neuzugang Andersson verlängerte eine Flanke von Jan Thielmann zum 1:1 ins Tor (22.).

Köln war besser im Spiel, blieb aber die schwächere Mannschaft. Und das bewies sich dann leider auch in der Nachspielzeit. Nach einem Zweikampf von Czichos und Baumgartner gab es einen zweifelhaften Foulelfmeter nach Videobeweis. Kramaric ließ sich die Chance nicht entgehen und sorgte für den 1:2-Halbzeitstand (45. +3).

Die Startaufstellung des 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim

Die Anfangself der TSG Hoffenheim gegen den FC

Andrej Kramaric kontert den Kölner Ausgleich durch Dominick Drexler

Kölns Neuzugang Ondrej Duda zeigte Licht und Schatten.
Kölns Neuzugang Ondrej Duda zeigte Licht und Schatten.  © Federico Gambarini/dpa

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war Köln zum ersten Wechsel gezwungen. Kingsley Ehizibue ersetzte den angeschlagenen Marco Höger als Rechtsverteidiger.

Und im Gegensatz zur ersten Hälfte war der FC auch direkt im Spiel. Andersson (47.) und Duda (51.) konnten jeweils gute Chancen allerdings nicht zum Ausgleich nutzen.

Der 1. FC Köln zeigte sich insgesamt deutlich aktiver als vor der Pause, gefährliche Situationen blieben allerdings Mangelware.

Dies war auch Trainer Gisdol nicht entgangen. Er entschied sich zu einem Doppelwechsel und brachte mit Salih Özcan und Dominick Drexler für Elvis Rexhbecaj und Jan Thielmann neue Offensiv-Power (71.).

Neuzugang Duda hatte in der 80. Minute seine beste Aktion. Er scheiterte aber mit einem Distanzschuss an Baumann und Drexler setzte den Abpraller ans Außennetz.

Nach 86 Minuten jubelten die Kölner zum zweiten Mal. Es war Joker Drexler, dem aus kurzer Distanz der Ausgleich gelang.

Leider hatte das Spiel aus Kölner Sicht noch ein Highlight parat. In der Nachspielzeit traf Kramaric zum dritten Mal zum 2:3 (90. +2). Durch eine Unachtsamkeit brachte sich Köln um einen verdienten Punktgewinn.

1. FC Köln bleibt sieglos ohne Zuschauer

Das Spiel des 1. FC Köln musste ohne Zuschauer stattfinden.
Das Spiel des 1. FC Köln musste ohne Zuschauer stattfinden.  © Federico Gambarini/dpa

Neben der Pleite zum Start in die neue Saison setzte der 1. FC Köln damit auch seine Negativserie bei Spielen ohne Zuschauer fort. Im elften Geisterspiel gelang erneut kein Sieg.

Für die Niederlage entscheidend waren zwei Patzer von Hector und Czichos und Hoffenheims bärenstarker Kramaric.

Nach dem frühen Rückstand machten sich die spielerischen Probleme des Teams bemerkbar. Neuzugang Duda steigerte sich im Spielverlauf, seinen Aktionen fehlte aber noch die Effizienz.

Gut integriert war hingegen Andersson. Kölns neuer Mittelstürmer traf direkt und war auch ansonsten recht gefährlich.

Dem FC mangelte es jedoch an gefährlichen Flügelspielern. Sowohl Rexhbecaj als auch Thielmann sind im Zentrum stärker.

Am kommenden Samstag (26. September) trifft der 1. FC Köln auswärts auf Aufsteiger Arminia Bielefeld.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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