Anthony Modeste zündet: Was geht da noch?

Köln - Mit diesem Knaller-Einstand von Anthony Modeste (33) beim 1. FC Köln in der neuen Bundesliga-Saison hatten wohl nur die wenigsten Fußball-Experten gerechnet. Kölns Trainer Steffen Baumgart (49) gehörte dazu.

Anthony Modeste (33) hat den Zünder gefunden.
Anthony Modeste (33) hat den Zünder gefunden.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Modeste schoss bereits 2 Tore und gab eine Vorlage. Ein starker Start, er fand den "Zünder", den Coach Baumgart in der Saisonvorbereitung von ihm verlangt hatte.

"Es liegt an ihm, aber auch an mir, dass er den Zünder nochmal findet. Ich plane mit ihm", hatte der 49-Jährige zuvor die Anforderungen an Modeste offengelegt.

Im Gespräch mit dem GeißbockEcho gab der beliebte Stürmer jetzt Einblicke in sein letztes Jahr in Frankreich, den Abschied von seinem verstorbenen Vater und den Umgang mit der Corona-Pandemie.

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Die Leihe nach Frankreich sollte ihm nach einem formschwachen Jahr in Köln Kraft und Besinnung geben. "Es war etwas Besonderes, dass ich für den Verein spielen konnte, für den mein Vater damals auch gespielt hat. Hier und da habe ich alte Bilder gesehen, wo auch er zu sehen war. Das ist ein spezielles Gefühl."

Der sportliche Erfolg fehlte letztlich bei der Leihe. "Trotzdem war es für mich die richtige Entscheidung. Es war eine schwierige Zeit, und ich denke, dass es für alle Parteien der richtige Schritt war. Meine Familie ist auch mit­gekommen. Meine Kinder hatten so die Chance, ihr Französisch zu verbessern", so Modeste im GeißbockEcho.

Rückkehr nach Köln, neuer Blick auf das Leben

Anthony Modeste (33) klatscht mit Louis Schaub (26) ab. Beim Stürmer läuft es momentan gut!
Anthony Modeste (33) klatscht mit Louis Schaub (26) ab. Beim Stürmer läuft es momentan gut!  © Marius Becker/dpa

Der Tod des Vaters traf Modeste schwer. "Seit mein Vater weg ist, sehe ich manches in einem anderen Licht. Ich habe schon immer gesagt, dass man das Leben genießen soll. Aber es kann im Leben manchmal auch unvorhersehbar und sehr schnell gehen."

In der Corona-Zeit habe sich dieser Eindruck verstärkt. Viele Freunde hätten ihre Eltern oder Familienange­hörige verloren und konnten sich nicht richtig verabschieden. "Das gibt einem sehr zu denken."

Der 33-Jährige bestätigte, seinen Vertrag beim 1. FC Köln auf jeden Fall erfüllen zu wollen.

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Seine Operation sei erfolgreich gewesen, die Vorbereitung habe er komplett durchlaufen können.

"Ich habe bis jetzt viel investiert, meine Ernährung angepasst und viel mit unseren Trainern und Physios erarbeitet und ­spüre deutlich, dass jede kleine Umstellung positiv für mich ist."

Seine Ansage für die nächsten Spiele für den 1. FC Köln in der Bundesliga ist eindeutig: "Solange es läuft, muss man es genießen. Und das klappt bisher sehr gut."

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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