Baumgart über Pyro-Wahnsinn in Fußball-Stadien: "Mit Verboten erreichst du nichts!"

Köln - Trainer Steffen Baumgart (50) vom Bundesligisten 1. FC Köln hat beim Umgang mit Pyrotechnik in Fußball-Stadien ein Umdenken gefordert.

Der gebürtige Rostocker Steffen Baumgart (50) steht seit Sommer 2021 beim Erstligisten 1. FC Köln an der Seitenlinie.
Der gebürtige Rostocker Steffen Baumgart (50) steht seit Sommer 2021 beim Erstligisten 1. FC Köln an der Seitenlinie.  © Soeren Stache/dpa

"Mit Verboten erreichst du in der Fußball-Szene nichts – in keinem Stadion der Welt. Das sieht man doch seit Jahren", wird der 50-Jährige am Dienstag von der "Bild" zitiert. "Ich weiß nicht, ob man Pyros in Stadien legalisieren sollte. Aber es muss ein Umdenken stattfinden, um das reguliert zu bekommen."

Das Abbrennen von Pyrotechnik ist in den Stadien verboten. Dennoch werden Leuchtfackeln und andere pyrotechnische Gegenstände immer wieder verwendet - gerade von der Ultraszene.

Die Vereine müssen wegen Pyrotechnik immer wieder Geldstrafen zahlen. Zuletzt hatte das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zwei hohe Strafen gegen den 1. FC Köln mit einer Gesamthöhe von 177.200 Euro bestätigt.

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Aus Baumgarts Sicht bringen solche Strafen wenig. "Die Jungs werden – gerade auch in Köln – nicht aufhören. Sie leben Ihre Kultur aus. Und Geldstrafen haben noch keine Pyro-Fackel verhindert." Einen konkreten Vorschlag, was man ändern könnte, machte Baumgart nicht.

Im Jahr 2020 hatte es beim Zweitliga-Spiel des Hamburger SV gegen den Karlsruher SC einen genehmigten Pyro-Test gegeben. Damals hatten Fans vor dem Spiel Rauchtöpfe gezündet.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa

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