Bitter! Spätes Czichos-Eigentor vermasselt sicher geglaubten FC-Sieg in Freiburg

Freiburg - Bitter! Ein spätes Eigentor von Pechvogel Rafael Czichos (31) hat den 1. FC Köln am 4. Spieltag in der 1. Bundesliga im Auswärtsspiel beim SC Freiburg den nächsten Dreier gekostet. Am Ende trennten sich beide Teams 1:1 (0:1)-Unentschieden.

Kölns wiedererstarkter Top-Stürmer Anthony Modeste (33, l.) erzielte in der 34. Minute den 1:0-Führungstreffer für seine Mannschaft.
Kölns wiedererstarkter Top-Stürmer Anthony Modeste (33, l.) erzielte in der 34. Minute den 1:0-Führungstreffer für seine Mannschaft.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Torjäger Anthony Modeste (34.) hatte die Gäste mit einem erneuten Kopfballtreffer zunächst in Führung gebracht. Kurz vor Schluss lenkte Czichos dann eine Hereingabe von Freiburgs Noah Weißhaupt ins eigene Netz. Nach einem Platzverweis für Mittelfeldspieler Florian Kainz hatten die erneut starken Kölner ab der 74. Minute in Unterzahl gespielt.

Trotz aller Umstände gab der FC erneut wie auch sein unermüdlicher Trainer Steffen Baumgart vor 10.000 Zuschauern im Dreisamstadion alles. Der 49-Jährige tigerte permanent in seiner Coachingzone hin und her und war damit sogar noch präsenter als sein ebenfalls emotionaler Kollege Christian Streich, der sich immerhin ab und zu ein paar Ruhepausen auf dem Sitzplatz gönnte.

Nach einer hektischen Anfangsphase übernahmen die Kölner die Kontrolle über ein Spiel, in dem sie immer wieder über Flankenläufe ihr Glück versuchten.

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Sowohl die Außenverteidiger Benno Schmitz und Jonas Hector als auch die offensiveren Florian Kainz und Salih Özcan setzten regelmäßig Akzente über die Flügel. Und je länger die Partie dauerte, desto gefährlicher wurde der FC.

Fans des SC Freiburg halten vor dem Anpfiff im Dreisamstadion ihre Schals hoch und stimmen sich auf die Begegnung gegen den 1. FC Köln ein.
Fans des SC Freiburg halten vor dem Anpfiff im Dreisamstadion ihre Schals hoch und stimmen sich auf die Begegnung gegen den 1. FC Köln ein.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Startaufstellung des SC Freiburg im Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln

Startaufstellung des 1. FC Köln für das Bundesliga-Auswärtsspiel beim SC Freiburg

Florian Kainz (28, r.) probiert es aus der Distanz. Die SC-Profis Roland Sallai (24), Vincenzo Grifo (28) und Torwart Mark Flekken (28, v.r.n.l.) versuchen Schlimmeres zu verhindern. Der Kölner erhielt in der 74. Minute die Gelb-Rote Karte und musste vorzeitig unter die Dusche.
Florian Kainz (28, r.) probiert es aus der Distanz. Die SC-Profis Roland Sallai (24), Vincenzo Grifo (28) und Torwart Mark Flekken (28, v.r.n.l.) versuchen Schlimmeres zu verhindern. Der Kölner erhielt in der 74. Minute die Gelb-Rote Karte und musste vorzeitig unter die Dusche.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Geißböcke nach Gelb-Rot für Florian Kainz in Unterzahl

Der Kölner Jorge Méré Pérez (24) versucht den Ball im Duell mit Freiburgs Woo-Yeong Jeong (21) zu behaupten.
Der Kölner Jorge Méré Pérez (24) versucht den Ball im Duell mit Freiburgs Woo-Yeong Jeong (21) zu behaupten.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Nach einer Hereingabe von Kainz köpfte Sebastian Andersson (27.) zunächst noch knapp über das Tor. Sechs Minuten später flankte dann Schmitz in Richtung Modeste, der sich im Luftzweikampf gegen Lukas Kübler durchsetzte und zur Führung ins Tor köpfte.

Für den von Baumgart zu neuer Stärke verholfenen Franzosen war es bereits der dritte Saisontreffer - alle drei erzielte der 33-Jährige per Kopf.

Die Freiburger taten sich schwer mit den unangenehmen Gästen. Gegen den aggressiv verteidigenden Fast-Absteiger aus der Vorsaison fand Streichs Mannschaft im Aufbauspiel nur selten Lösungen.

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Etwas gefährlicher wurde der SC erst nach dem Seitenwechsel. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld legte der in den Sechzehnmeterraum vorgerückte Nico Schlotterbeck den Ball per Kopf quer auf Lucas Höler, der am glänzend reagierenden FC-Keeper Timo Horn scheiterte.

Der Sport-Club erhöhte spät den Druck, auch weil Kölns Kainz nach wiederholtem Foulspiel rund eine Viertelstunde vor Abpfiff mit Gelb-Rot vom Platz musste. Spätestens jetzt lief auch SC-Coach Streich am Spielfeldrand zur Höchstform auf und musste erst noch dabei zuschauen, wie der eingewechselte Kevin Schade (78.) knapp am Tor vorbeizielte. Aber dann traf Czichos ins eigene Tor.

Für die Kölner geht es am Samstag (18.30 Uhr) mit dem Bundesliga-Topspiel vor heimischem Publikum gegen RB Leipzig weiter. Die Breisgauer müssen am Samstag (15.30 Uhr) auswärts beim 1. FSV Mainz 05 antreten.

Titelfoto: Philipp von Ditfurth/dpa

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