BVB wird für Gisdol zum Endspiel: Diese drei Nachfolger stehen bereit

Köln - Die Gerüchteküche brodelt rund um das Geißbockheim. Zwar stärkte Sportchef Horst Heldt (51) seinem Trainer Markus Gisdol (51) nach der jüngsten 1:2-Niederlage des 1. FC Köln bei Union Berlin noch demonstrativ den Rücken, doch wie lange hat dieses Treuebekenntnis noch Bestand?

Ob Trainer Markus Gisdol (51) auch nach der Länderspielpause noch die Richtung beim 1. FC Köln vorgibt? Unklar. Nachfolger werden bereits gehandelt. (Archivfoto)
Ob Trainer Markus Gisdol (51) auch nach der Länderspielpause noch die Richtung beim 1. FC Köln vorgibt? Unklar. Nachfolger werden bereits gehandelt. (Archivfoto)  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Natürlich sitzt der Trainer gegen Dortmund auf der Bank", sagte Heldt nach dem verkorksten Betriebsausflug ins Stadion "An der alten Försterei". Mit dieser Aussage hat der 51-Jährige wohl auch nicht gelogen, doch wie geht es danach weiter?

Laut Bericht der Sport Bild wird die anstehende Partie beim wiedererstarkten BVB für Gisdol zu einem "Schicksalsspiel". Im Falle einer Niederlage gegen die Schwarz-Gelben geht das Magazin von einer Entlassung aus. Heldt arbeite im Hintergrund sogar schon fleißig an einem Nachfolgerplan.

Auf Heldts Zettel stehen dem Bericht zufolge drei Namen, die allesamt eine Kölner Vergangenheit vorweisen können: Friedhelm Funkel (67), Bruno Labbadia (55) und Peter Stöger (54). Stallgeruch scheint also ein zentraler Aspekt im Anforderungsprofil zu sein.

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Der Österreicher Stöger betreute die Mannschaft bereits von 2013 bis Ende 2017 und führte das Team aus der Domstadt sogar bis in die Europa League. Nach 14 sieglosen Partien in Folge musste er dann aber seine Koffer packen.

Dennoch wird der aktuelle Trainer und Sport-Vorstand von Austria Wien gerade vonseiten der Kölner Fans noch immer sehr geschätzt. Erst im Dezember hatte der 54-Jährige seine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, dem taumelnden Bundesligisten helfen zu wollen. "Gegen eine Rückkehr spricht nichts, weil die Bundesliga immer spannend ist. Aber es hat niemand vom FC Kontakt zu mir aufgenommen", so Stöger im Dezember bei Sport1.

Auch Friedhelm Funkel und Bruno Labbadia als Gisdol-Nachfolger im Gespräch

Bruno Labbadia (55) ist immer wieder als Kandidat auf den Trainerposten beim 1. FC Köln im Gespräch. Zustande kam ein Engagement bislang aber nie. (Archivfoto)
Bruno Labbadia (55) ist immer wieder als Kandidat auf den Trainerposten beim 1. FC Köln im Gespräch. Zustande kam ein Engagement bislang aber nie. (Archivfoto)  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Ebenso wie Stöger war auch Funkel bereits einmal an der Seitenlinie der Kölner aktiv. Mit geteiltem Erfolg. Nach seiner Übernahme im Februar 2002 verlor der 1. FC Köln zwar kein Heimspiel mehr, vor dem Abstieg konnte der 67-Jährige die Domstädter aber nicht bewahren. Dafür gelang ihm im Folgejahr der sofortige Wiederaufstieg.

Nach einem schwachen Saisonstart 2003/2004, mit nur sieben Punkten aus zehn Spielen, wurde er schließlich wieder vor die Tür gesetzt. Funkel hatte seine Trainer-Karriere nach seinem Aus bei Fortuna Düsseldorf eigentlich für beendet erklärt. Doch ein Engagement bis Saisonende könnte Heldt Zeit verschaffen, um nach einer langfristigen Lösung ab Sommer zu suchen.

Der letzte Kandidat in der Verlosung ist laut Sport Bild-Bericht Bruno Labbadia. Der "Pistolero" ist seit seiner Entlassung beim selbst ernannten "Big City Klub" Hertha BSC wieder auf dem Markt. Ob er sich das Abenteuer Köln aufbürden möchte? Unklar!

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Der 55-Jährige wird immer wieder als Kandidat auf den Trainerposten beim "Effzeh" gehandelt, zustande kam ein Engagement bislang aber nie. In der Spielzeit 1994/95 schnürte Labbadia schon einmal die Fußballschuhe in Müngersdorf. Damals allerdings noch als Spieler.

In 41 Partien für die Kölner gelangen ihm 15 Treffer. Von einem Stürmer mit ähnlichem Torriecher können die Verantwortlichen beim FC aktuell nur träumen. Vielleicht könnte ein ehemaliger Vollblut-Stürmer wie Labbadia der harmlosen Offensive endlich wieder ein wenig Torgefahr einimpfen. Eines ist aber jetzt schon klar. Egal wer nach der Länderspielpause auf der Bank sitzen wird, das Unterfangen Klassenerhalt wird kein Selbstläufer.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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