Das Derby als Startschuss: Der 1. FC Köln und die Woche der Wahrheit

Köln - Es geht um wichtige Einnahmen und darum, einen Negativlauf zu verhindern: Für den 1. FC Köln beginnt mit dem Derby am Sonntag gegen Bayer 04 Leverkusen (DAZN/15.30 Uhr) die Woche der Wahrheit.

Ellyes Skhiri (26/rechts) wird dem 1. FC Köln in den nächsten Wochen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen.
Ellyes Skhiri (26/rechts) wird dem 1. FC Köln in den nächsten Wochen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen.  © Arne Dedert/dpa

Denn bereits am kommenden Dienstag (26. Oktober) folgt für die Geißböcke das DFB-Pokalspiel beim VfB Stuttgart (Sky/20.45 Uhr).

Abgerundet wird die Woche mit dem schweren Bundesliga-Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund am 30. Oktober (Sky/15.30 Uhr).

Die Gefahr, nach der 0:5-Schlappe bei der TSG 1899 Hoffenheim in einen Negativstrudel zu geraten, ist bei diesen Gegnern definitiv gegeben.

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Aber um gar keine Zweifel am Spielstil von Trainer Steffen Baumgart (49) aufkommen zu lassen, gilt es für die Domstädter, wieder die Tugenden auf den Platz zu bringen, die an den ersten sieben Bundesliga-Spieltagen zum Erfolg führten.

Ein Manko in Hoffenheim war neben der Fehlpassquote und den individuellen Fehlern auch die zuvor so exzellente Laufarbeit. Kein großes Wunder, wenn mit Dejan Ljubicic (24) und Ellyes Skhiri (26) zwei Spieler fehlen, die beide über 12 Kilometer im Durchschnitt pro Spiel abspulen.

Allerdings wird der FC in den kommenden Spielen nur eine Chance haben, wenn sie nicht wie in Sinsheim mehr als drei Kilometer weniger laufen als der Gegner (FC: 113,95 km/ Hoffenheim: 117,48 km). Denn individuell sind zumindest Leverkusen und Dortmund den Geißböcken klar überlegen.

Ellyes Skhiri fehlt dem 1. FC Köln noch mehrere Wochen

Steffen Baumgart (49) möchte mit seinem Team im DFB-Pokal bis nach Berlin ins Finale vorstoßen.
Steffen Baumgart (49) möchte mit seinem Team im DFB-Pokal bis nach Berlin ins Finale vorstoßen.  © Uwe Anspach/dpa

Bei Ellyes Skhiri gab es direkt zu Wochenbeginn zudem eine bittere Diagnose: Die Verletzung stellte sich als Bruch des Wadenbeinköpfchens heraus.

Damit fehlt der Tunesier mehrere Wochen und reißt eine große Lücke ins Mittelfeld-Zentrum, die Dejan Ljubicic schließen soll.

Womöglich wird den Österreicher im Verbund auch Jonas Hector (31) unterstützen, wenn Jannes Horn (24) auf der Linksverteidigerposition nach seiner langwierigen Verletzung wieder voll auf der Höhe ist.

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Aber egal, wer Skhiri ersetzen wird: Die Einstellung muss im Vergleich zum Hoffenheim-Debakel eine andere sein. Denn Niederlagen gegen Leverkusen und Dortmund wären ebenso wie eine Auswärtspleite in Stuttgart keine undenkbaren Szenarien. Allerdings wären es dann schon gleich vier Pleiten in Serie.

Gerade die Auswärtsbegegnung in Stuttgart ist nicht nur sportlich, sondern auch finanziell lukrativ. Bei einem Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals winken sichere Einnahmen in Höhe von 515.028 Euro. Geld, die in Zeiten von Corona jeder Verein gut gebrauchen kann. Dazu zählt natürlich auch der finanziell sich weiterhin in Schieflage befindende 1. FC Köln.

Und Steffen Baumgart hat im DFB-Pokal ein klares Ziel vor Augen. "Ich setze mir immer die höchsten Ziele. Und in diesem Wettbewerb ist das Berlin", sagte der 49-Jährige bereits vor der ersten Pokalrunde. Gegen ein Pokalfinale hätten sicherlich auch die Fans nichts einzuwenden. Doch dafür muss ein entscheidender Schritt getan werden. In der Woche der Wahrheit.

Titelfoto: Bildmontage: Arne Dedert/dpa

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