Effzeh goes Asien: Dieser Erstligist aus Japan wird neuer Partner des 1. FC Köln!

Köln - Nach dem geglückten Saisonstart in der 1. Bundesliga schraubt der 1. FC Köln auch abseits des grünen Rasens weiter an einer hoffentlich erfolgreichen Zukunft.

Der 1. FC Köln streckt seiner Fühler nach Asien aus. Die Geißböcke werden in Zukunft eng mit dem japanischen Erstligisten Sanfrecce Hiroshima zusammenarbeiten.
Der 1. FC Köln streckt seiner Fühler nach Asien aus. Die Geißböcke werden in Zukunft eng mit dem japanischen Erstligisten Sanfrecce Hiroshima zusammenarbeiten.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Geißböcke wollen nämlich nicht nur im Inland für positive Schlagzeilen sorgen, sondern sich auch international besser vermarkten. Daher richtet der Verein die Strategie auf ein neues Zielland: Japan.

Ein geeigneter Partner ist bereits gefunden. Wie der Klub jetzt offiziell verkündete, wird es in den kommenden zweieinhalb Jahren eine Kooperation in den Bereichen Sport und Management mit dem japanischen Erstligisten Sanfrecce Hiroshima geben.

Was den sportlichen Sektor angeht, soll es an beiden Standorten in Zukunft eine engere Zusammenarbeit bei Trainerschulungen und Trainingslagern geben. Hinzu kommt ein intensiver Austausch im Jugend- und Scoutingbereich.

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Weiter heißt es, dass im Management-Bereich verschiedene Seminare in Hiroshima und Köln geplant seien, bei denen die Verantwortlichen beider Klubs gemeinsam Zukunftsstrategien erarbeiten werden.

"Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem deutschen Traditionsverein 1. FC Köln eine Vereinbarung über eine vielseitige Kooperation unterzeichnet haben", sagt Shingo Senda, Präsident und CEO von Sanfrecce Hiroshima.

"Wir sind wir sehr zuversichtlich, dass uns die Erfahrungen und das Know-how aus Köln im Bereich der Nachwuchsförderung weiterhelfen werden."

So verkündeten beide Mannschaften die Kooperation auf Twitter

Historie: Bislang trugen vier Japaner das FC-Trikot

Alexander Wehrle (46), Geschäftsführer des 1. FC Köln, sieht großes Potenzial in der Zusammenarbeit mit den Japanern.
Alexander Wehrle (46), Geschäftsführer des 1. FC Köln, sieht großes Potenzial in der Zusammenarbeit mit den Japanern.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Der Verein ist im Land der aufgehenden Sonne kein kleines Licht. In der J. League holte das Team 2012, 2013 und 2015 den Titel, 2018 die Vize-Meisterschaft. Hinzu kommen Titel im japanischen Supercup in den Jahren 1995, 1996, 2007 und 2013.

Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln, sieht großes Potenzial: "Japan ist für uns in vielfältiger Hinsicht ein interessanter Markt. Wir werden die Kooperation nutzen, um unsere Expertise im Sport- und Managementbereich zu teilen, die Bekanntheit des FC im asiatischen Raum zu steigern und neue Partner zu akquirieren."

In der Geschichte der Geißböcke trugen mit Yuya Osako, Tomoaki Makino, Kazuki Nagasawa und Yasuhiko Okudera bislang vier Japaner das FC-Trikot. Letzterer gewann 1978 mit den Kölnern das Double.

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Umgekehrt suchten aber auch einige Ex-FC-Spieler ihr Glück in Japan. Die ehemaligen deutschen Nationalspieler Pierre Littbarski, Frank Ordenewitz und Lukas Podolski sorgten allesamt für Euphorie im Land der Kirschblüte. Ex-Torjäger Milivoje Novakovic schnürte gleich für drei japanische Klubs seine Fußballschuhe.

Seit 1963 gibt es zudem eine Städtepartnerschaft zwischen Köln und Kyoto. Seit 2004 erinnert der Hiroshima-Nagasaki-Park am Aachener Weiher in Köln an die Atombombenabwürfe auf die beiden japanischen Städte und setzt zugleich ein Zeichen des Friedens und der Solidarität.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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