Eklat in Köln! Hertha-Star Matheus Cunha beleidigt FC-Coach Gisdol: "F*** You"!

Köln - Lahmes Spiel, aber erhitzte Gemüter?! So lief es am Samstagnachmittag beim lahmen Bundesliga-Kick zwischen dem 1. FC Köln und Hertha BSC (0:0). Matheus Cunha (21) sorgte dabei für Aufregung.

Hertha-Angreifer Matheus Cunha (3.v.l.) hat Kölns Coach Markus Gisdol mit den Worten "Fuck You" beleidigt.
Hertha-Angreifer Matheus Cunha (3.v.l.) hat Kölns Coach Markus Gisdol mit den Worten "Fuck You" beleidigt.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Der angeschlagene Stürmer wurde bei der Alten Dame in der 60. Minute für den erneut schwachen Dodi Lukebakio (23) eingewechselt, um das uninspirierte Berliner Angriffsspiel zu beleben.

Das tat der brasilianische Edeltechniker auch. Doch er ließ sich zu einer Beleidigung hinreißen, die über die Außenmikrofone zu hören war.

In der 89. Minute verlor Cunha einen Zweikampf und ging zu Boden, die Partie lief jedoch weiter, weil der Unparteiische Frank Willenborg (41) kein Foulspiel gesehen hatte.

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Das sah die FC-Bank ähnlich. Markus Gisdol (51) meinte in Richtung Cunha, dass dieser zu schnell zu Boden gegangen wäre, was den Angreifer sauer machte.

Er schrie in Richtung Gisdol: "Fuck You!" Der Herthaner hatte aber Glück. Weder Willenborg, noch der Rest seines Schiedsrichtergespanns bekamen diese Beleidigung mit, weshalb Cunha durchspielen konnte und die Angriffsbemühungen der Berliner belebte.

Nach der Partie hatten sich die Gemüter auf beiden Seiten bereits merklich abgekühlt. Gisdol meinte am Sky-Mikrofon: "Es ist zurzeit leider so, dass man jedes Wort hört auf dem Platz. Das ist oft natürlich bitter. Ich will hier aber nicht Polizist spielen und etwas fordern. Wir alle sind keine Lämmer auf dem Sportplatz."

Hertha-Angreifer Matheus Cunha entschuldigte sich bei Kölns Coach Markus Gisdol für die Beleidigung

FC-Trainer Markus Gisdol (51) und Matheus Cunha (21) haben sich kurz nach der verbalen Auseinandersetzung wieder vertragen.
FC-Trainer Markus Gisdol (51) und Matheus Cunha (21) haben sich kurz nach der verbalen Auseinandersetzung wieder vertragen.  © Marius Becker/dpa

Der FC-Trainer verdeutlichte aber auch: "Wenn du Pech hast und der Schiri das hört, dann kannst du auch mal vom Platz fliegen."

Zuvor hatte sich Cunha allerdings schon bei ihm entschuldigt und ihm die Hand gegeben. Die nahm Gisdol an und somit ist die Sache zumindest zwischen den Beteiligten selbst aus der Welt geschafft.

Herthas Coach Bruno Labbadia (54) beurteilte die Situation wie folgt: "Das war natürlich nicht okay von Matheus. Aber wichtig ist, wie wir alle damit umgegangen sind. Die Entschuldigung hinterher war die einzig richtige Reaktion."

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Labbadia verdeutlichte zudem, dass der Tonfall auf dem Fußballplatz ohnehin ein wenig rauer ist: "Wenn wir alles auf die Goldwaage legen, was Spieler und Trainer miteinander haben, dann machen wir das Spiel kaputt. So etwas passiert mal. Wir sollten die Kirche im Dorf lassen."

Dennoch könnte es sein, dass der DFB nach dem Ausfall gegen Cunha ermittelt und die Berliner Lebensversicherung in der Offensive gesperrt wird, was gerade in der jetzigen Phase sehr bitter für Hertha wäre.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/Marius Becker/dpa

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