Erfolgreicher Einsatz: Kölner Polizei fasst nach Europapokal-Partie friedliches Fazit

Köln - Der 1. FC Köln ist trotz einer fulminanten Aufholjagd und einem 2:2 gegen den OGC Nizza aus der Conference League geflogen - die Polizei war trotzdem zufrieden.

Die Polizei verhinderte auf den Jahnwiesen vor dem Stadion eine drohende Eskalation.
Die Polizei verhinderte auf den Jahnwiesen vor dem Stadion eine drohende Eskalation.  © Thomas Banneyer/dpa

Während die einen gefrustet ihre Segel streichen, haben andere Grund zur Freude. Die Kölner Polizei hat dank ihres Großaufgebots in den vergangenen Tagen brutale Szenen wie Anfang September in Nizza verhindern können.

Noch weit vor dem Anpfiff der Partie am gestrigen Donnerstagabend ging der Einsatz der mutigen Einsatzkräfte los.

"Der über zwei Tage andauernde Einsatz mit insgesamt annähernd 1000 Polizistinnen und Polizisten in der Spitze verlief nach Plan", fasste Einsatzleiter Martin Lotz zusammen.

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Und tatsächlich: Bis auf kleine Vorkommnisse in der Kölner Altstadt blieb es - anders als am 8. September in Nizza - weitestgehend friedlich. Einzig vier Fans (26, 28, 32 und 44 Jahre alt) des OGC Nizza zündeten am Donnerstag gegen 17 Uhr auf dem Alter Markt Pyrotechnik.

Die Beamten schrieben daraufhin Anzeigen und beschwichtigten die Angelegenheit. Auch eine Auseinandersetzung zwischen Kölnern und Franzosen hatte die Polizei im Griff, man fand bei der anschließenden Durchsuchung der französischen Störenfriede sogar Betäubungsmittel und stellte diese sicher.

Zu etwas härteren Szenen hätte es, ähnlich wie im Hinspiel, knapp eine Stunde vor dem Anpfiff kommen können. FC-Fans hatten es sich zur Aufgabe gemacht, auf Gästefans loszugehen und diese gewaltvoll zu attackieren. Als Einsatzkräfte allerdings dazwischengingen, flogen gleich mehrere Böller in Richtung Polizei.

1. FC Köln gegen OGC Nizza: Die Ankunft der Gästefans auf Twitter

"Kopfnuss"-Versuch gegen Polizisten und verhinderte Eskalation

In der Kölner Altstadt stimmten sich Fans des OGC Nizza unter ständiger Beobachtungen durch die Polizei auf die Partie am Abend ein.
In der Kölner Altstadt stimmten sich Fans des OGC Nizza unter ständiger Beobachtungen durch die Polizei auf die Partie am Abend ein.  © Thomas Banneyer/dpa

Der Versuch eines 52-Jährigen auf der Aachener Straße, einem Polizisten eine "Kopfnuss" zu geben, endete für ihn in Polizeigewahrsam.

"Unsere Vorbereitungen haben Wirkung gezeigt. Wir haben durch unsere offensive Arbeit erkennbar geplante Konfrontationen von Anhängern beider Mannschaften in der Altstadt und später am Stadion konsequent unterbunden. Auch die Ansprache an Nizza-Fans auf dem Rollfeld nach der Landung in Köln gehörte zu unserem Konzept", so der Leitende Polizeidirektor.

Diese hatten kurz nach ihrer Ankunft am Flughafen Köln/Bonn lautstark auf sich aufmerksam gemacht und ihr Erscheinen in der Domstadt angekündigt.

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Zur Verabschiedung und mit einem Zähler im Gepäck wurden die vermehrt in dunklen Klamotten gekleideten Franzosen nach dem Spiel bei ihrer Abreise unterstützt, um eine mögliche Eskalation beider Fanlager zu verhindern.

Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa

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