"Unfassbar gutes Potential": Kölns Heldt über Talente als Teil der FC-Strategie

Köln – Der 1. FC Köln konnte zuletzt gleich drei Jugendspieler langfristig an den Verein binden. Für Sportdirektor Horst Heldt soll der Einbau eigener Talente wieder Bestandteil der FC-Strategie werden.

Noah Katterbach (19) konnte sich in dieser Saison einen Stammplatz beim 1. FC erkämpfen.
Noah Katterbach (19) konnte sich in dieser Saison einen Stammplatz beim 1. FC erkämpfen.  © Lars Baron/Getty/Pool/dpa

Mit Daniel Adamczyk (17), Tim Lemperle (18) und Robert Voloder (19) hatten gleich drei Talente aus der eigenen A-Jugend ihren Vertrag jeweils bis 2023 verlängert.

Während die Youngster noch auf ihre Chance lauern, schafften in dieser Saison mit Ismail Jakobs (20, 14 Einsätze), Jan Thielmann (17, 8 Einsätze) und Noah Katterbach (19, 13 Einsätze) bereits drei Spieler den Sprung aus dem Nachwuchs zu den Profis. Und auch Linksverteidiger Katterbach konnte bis 2024 gebunden werden (TAG24 berichtete).

Diese Aktivitäten – angeschoben in der Corona-Krise – belegen, dass der 1. FC Köln verstärkt auf eigene Talente setzen will, wenn diese durch Talent und Leistung überzeugen. 

Und die Qualität stimmt bei den aktuellen Jahrgängen der A- und B-Jugend, die beide bis zur coronabedingten Saisonunterbrechung jeweils die Bundesliga West anführten.

FC-Sportdirektor Horst Heldt sprach am Freitag im Rahmen der Spieltagskonferenz über die Nachwuchsarbeit beim 1. FC Köln und fand viele lobende Worte.

Heldt über den Verlust von Talent Florian Wirtz

Trainer Markus Gisdol (l) und Sportdirektor Horst Heldt übernahmen im November 2019 beim 1. FC Köln und brachten den Erfolg zurück - auch mit Talenten (Archivbild).
Trainer Markus Gisdol (l) und Sportdirektor Horst Heldt übernahmen im November 2019 beim 1. FC Köln und brachten den Erfolg zurück - auch mit Talenten (Archivbild).  © Marius Becker/dpa

Heldt sieht "unfassbar gutes Potential" und lobte die Arbeit der Talente, aber auch der Trainer und Betreuer. 

Beim FC habe man für eine enge Verzahnung zwischen Nachwuchs und Profis gesorgt. Trainer Gisdol passe gut zu diesem Ansatz, da er Talenten eine Chance gebe, die sich durch Leistung anbieten.

Heldt sieht eigene Talente als "Bestandteil der FC-Strategie", aber auch nicht als "Allheilmittel".

Bei aller Euphorie musste der 1. FC Köln im vergangenen Winter das Top-Talent Florian Wirtz (17) zu Bayer 04 Leverkusen ziehen lassen (TAG24 berichtete). Der 17-Jährige feierte am vergangenen Montag im Spiel bei Werder Bremen seine Bundesliga-Premiere.

Für Heldt war dies kein Grund für negative Gefühle. Er habe sich für Florian gefreut und akzeptiere dessen Entscheidung für einen anderen Verein. Heldt ist sicher, dass Wirtz "seinen Weg machen wird". Aber eben nicht beim 1. FC Köln.

Gut möglich, dass es auch in Köln in dieser Saison noch zu einem Bundesliga-Debüt kommt. Fünf Wechselmöglichkeiten erhöhen auch die Chancen der Nachwuchsspieler auf Spielpraxis.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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